StartNewsCZ über Hyperliquid: „Ich würde nie tun, was sie tun“

CZ über Hyperliquid: „Ich würde nie tun, was sie tun“

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Eine öffentliche Bemerkung von Binance-Gründer Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, über Hyperliquid hat eine Debatte über regulatorische Spielräume, DEX-Modelle und die Nähe einzelner Projekte zum Binance-Ökosystem ausgelöst. Im Zentrum stehen Aussagen aus einem Podcast mit Alex Thorn, Research-Chef bei Galaxy, sowie anschließende X-Posts von OKX-CEO Star Xu und Aster-CEO Leonard.

CZ lobt Hyperliquid für regulatorische Nische

Changpeng Zhao, Gründer von Binance und weiterhin eine der einflussreichsten Stimmen im Kryptomarkt, äußerte sich in einem Podcast mit Galaxy-Research-Chef Alex Thorn positiv über Hyperliquid. Dabei hob CZ vor allem hervor, dass Hyperliquid ein Marktsegment besetze, in dem Binance selbst nicht in gleicher Weise agieren könne. Hyperliquid ist als dezentrale Handelsplattform insbesondere im Perpetuals-Segment bekannt und wird von Marktteilnehmern häufig als Beispiel für eine schnell wachsende, trading-orientierte DEX-Infrastruktur diskutiert.

CZ sagte in dem Gespräch: „Ich denke, die Erfindung von Hyperliquid ist tatsächlich großartig. Sie besetzen eine Nische, in der Binance nicht konkurrieren kann. Sie haben kein KYC. Sie behaupten, dezentralisiert zu sein.“ Die Aussage ist deshalb bemerkenswert, weil CZ den Wettbewerbsvorteil von Hyperliquid ausdrücklich nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch einordnet.

Zugleich machte CZ klar, dass er selbst ein solches Modell nicht verfolgen würde. In dem Podcast sagte er weiter: „Ich würde niemals tun, was sie tun, angesichts dessen, was ich erlebt habe. Ich nehme an, sie haben gute Anwälte.“ Damit stellte CZ Hyperliquids Ansatz nicht als Blaupause für Binance dar, sondern als Beispiel für ein Geschäftsmodell, das aus seiner Sicht außerhalb des Handlungsspielraums einer globalen, zentralisierten Börse wie Binance liegt.

OKX-Chef wirft Aster Nähe zu Binance vor

Auf X reagierte Star Xu, Gründer und CEO der Kryptobörse OKX, scharf auf CZs Einordnung. Xu stellte die Frage, ob CZ „die Öffentlichkeit wieder belügt“, und verwies auf Aster, eine dezentrale Handelsplattform, die nach seiner Darstellung dem Hyperliquid-Modell sehr nahekomme. Er schrieb: „Wie er sagte, ist er sich der rechtlichen und regulatorischen Risiken vollständig bewusst. Dennoch wurde eine Hülle namens Aster geschaffen, die das Hyperliquid-Modell nahezu exakt zu kopieren scheint.“

Xu verband seine Kritik ausdrücklich mit einer möglichen Nähe zwischen Aster und dem Binance-Umfeld. In seinem X-Post schrieb er weiter: „Aster teilt Berichten zufolge erhebliche Ressourcen mit dem Binance-Ökosystem, einschließlich Teammitgliedern. CZ selbst hat Aster mehrfach beworben. Vielleicht ist die Schaffung einer separaten Hülle ihre Art, ‚compliant‘ zu sein.“ Der OKX-Chef stellte damit nicht nur die Produktähnlichkeit in den Mittelpunkt, sondern auch die Frage, ob Struktur, Personal und Anreize tatsächlich ausreichend getrennt seien.

Aster-CEO Leonard wies die Darstellung in einer Antwort auf X zurück und betonte die Eigenständigkeit des Projekts. Er schrieb: „Nur zur Klarstellung: CZ ist Berater von Aster, wie er selbst mehrfach öffentlich gesagt hat; niemand lügt darüber oder versteckt irgendetwas. Aster ist eine unabhängig operierende DEX, die wie alle anderen im offenen Markt konkurriert, und Wettbewerb ist kein Kopieren.“ Leonard ergänzte: „Wir bauen einzigartige Funktionen wie On-Chain-Privacy und bieten Märkte an, die andere nicht anbieten. Das wüsste man tatsächlich, wenn man das Produkt ausprobiert hätte.“ Abschließend rief er Nutzer dazu auf, Aster selbst zu testen und sich eine eigene Meinung zu bilden: „DYOR always.“

Die Auseinandersetzung zeigt, wie sensibel der Markt auf die Abgrenzung zwischen zentralisierten Börsen, DEX-Projekten und regulatorischen Strukturen reagiert. CZs Lob für Hyperliquid zielte auf eine Nische, die Binance nach seiner eigenen Darstellung nicht bedienen kann; Star Xu sieht bei Aster dennoch offene Fragen zur Nähe zum Binance-Ökosystem. Aster wiederum verweist auf operative Unabhängigkeit, eigene Produktmerkmale und die öffentlich bekannte Beraterrolle von CZ.

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