StartNewsBitwise: Bitcoin wirkt historisch günstig, während der Nvidia-Trade abkühlt

Bitwise: Bitcoin wirkt historisch günstig, während der Nvidia-Trade abkühlt

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Bitcoin erscheint im relativen Bewertungsvergleich derzeit deutlich günstiger als Nvidia, während der KI- und Halbleiterkomplex weiter mit hohen Prämien gehandelt wird. Das geht aus dem aktuellen „Bitwise Weekly Crypto Market Compass“ für Woche 25 des Jahres 2026 hervor, verfasst von André Dragosch, PhD, Director und Head of Research Europe bei Bitwise, sowie den Senior Research Associates Max Shanon, Luke Deans und Kavi Jain. Im Zentrum steht das Mayer Multiple, also das Verhältnis des aktuellen Preises zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.

Bitcoin wirkt günstig, Nvidia bleibt teuer

Bitwise beschreibt die jüngste Marktphase als scharfe Umkehr über mehrere Anlageklassen hinweg. Nach einer risk-off geprägten Vorwoche stabilisierte sich Bitcoin zunächst im Bereich von rund 61.000 US-Dollar und stieg im frühen Montagshandel um knapp 3 Prozent auf etwa 65.400 US-Dollar. Parallel erholten sich Aktienmärkte von einem Großteil ihrer jüngsten Verluste, während Gold in Richtung 4.000 US-Dollar je Unze fiel und auf eine zweite Wochenverlustserie zusteuerte.

Die Analysten führen diese Bewegung vor allem auf nachlassende geopolitische Risikoprämien zurück. In dem Bericht heißt es: „Als geopolitisches Risiko aus dem System wich, wurde der klassische sichere Hafen verkauft, während Risikoanlagen, Aktien und Bitcoin gleichermaßen, gekauft wurden.“ Der mögliche Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran habe laut Bitwise die Risikobereitschaft kurzfristig gestützt, darunter auch bei Kryptoassets.

Gleichzeitig bleibt die Einschätzung der Erholung vorsichtig. Bitwise schreibt: „Der frühere Stimmungsausverkauf machte eine kurzfristige Gegenbewegung wahrscheinlich, auch wenn wir den aktuellen Anstieg angesichts des weiterhin fragilen Umfelds eher als Erleichterungsrally denn als bestätigten Trendwechsel behandeln würden.“ Der hauseigene Cryptoasset Sentiment Index habe sich zwar von den pessimistischsten Werten seit Februar erholt und signalisiere inzwischen leicht bullische Stimmung, der Crypto Fear & Greed Index liege jedoch weiterhin im Bereich „Extreme Fear“.

Mayer Multiple zeigt klare Bewertungs-Lücke

Der wichtigste Bewertungsvergleich des Reports betrifft Bitcoin und Nvidia. Bitwise nutzt dafür das Mayer Multiple, das den Preis eines Vermögenswerts ins Verhältnis zu seinem 200-Tage-Durchschnitt setzt. „Beim Mayer Multiple, dem Verhältnis des Preises zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, ist Bitcoin wieder unter 1,0 gefallen, während Nvidia weiterhin mit einer erheblichen Prämie gegenüber seinem eigenen 200-Tage-Durchschnitt handelt“, schreiben die Analysten.

Für Bitcoin wird ein Wert unter 1,0 historisch als Bereich interpretiert, der häufig mit Akkumulationsphasen verbunden war. Bitwise verweist darauf, dass Bitcoin Ende Mai bei rund 0,94 lag und nach der jüngsten Abwärtsbewegung erneut unter seinem langfristigen Trend notiert. Der Bericht formuliert die relative Einordnung deutlich: „Gemessen an seinem eigenen langfristigen Trend erscheint Bitcoin nun als Deep Value, genau zu dem Zeitpunkt, an dem Halbleiter- und KI-Aktien weiterhin überdehnt bleiben.“

Nvidia steht in dieser Betrachtung stellvertretend für den stark nachgefragten KI-Handel. Bitwise sieht die Bewertungsdifferenz als besonders ausgeprägt: „Auf dieser Kennzahl gehört die Lücke zwischen der Bewertung von Bitcoin und jener des am stärksten überlaufenen Bereichs des Aktienmarkts zu den größten ihrer Geschichte.“ Der Report verweist zusätzlich auf die Volatilität im KI- und Halbleitersegment, unter anderem auf Broadcom: Trotz übertroffener Q2-Schätzungen und eines Wachstums der KI-Chip-Umsätze um 143 Prozent fiel die Aktie in einer Sitzung um mehr als 12 Prozent.

Für professionelle Marktteilnehmer liegt der Kern der Bitwise-Analyse damit nicht in einer isolierten Bitcoin-Prognose, sondern im relativen Bewertungsbild: Bitcoin handelt unterhalb seines 200-Tage-Trends, während Nvidia und der breitere KI-Komplex weiterhin mit deutlichen Prämien bewertet werden. Kurzfristig bleiben laut Bitwise jedoch Zinsausblick, FOMC-Kommunikation, fragile Stimmung und technische Marken entscheidend. Eine Rückeroberung der Short-Term-Holder-Kostenbasis bei 73.100 US-Dollar und des True Market Mean bei 77.200 US-Dollar wäre dem Report zufolge nötig, um eine robustere Rückkehr von Aufwärtsmomentum zu signalisieren.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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QuelleBitwise

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