StartNewsBitcoin bei DFB-Stars: Insider gibt Einblick in die Finanzwelt der Nationalspieler

Bitcoin bei DFB-Stars: Insider gibt Einblick in die Finanzwelt der Nationalspieler

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Bitcoin ist längst nicht mehr nur ein Thema für Tech-Investoren oder Trader. Im Gespräch mit Niko Jilch im Podcast „Was Bitcoin bringt“ vom 12. Juni gab Lukas Liolios, Geschäftsführer der Digital Capital GmbH und Berater von Sportlern in Finanz- und Bitcoin-Fragen, Einblicke in eine Zielgruppe, über die öffentlich selten gesprochen wird: Profifußballer, darunter auch Spieler aus dem Umfeld der deutschen Nationalmannschaft.

Bitcoin erreicht die Kabine der DFB-Stars

Liolios beschreibt Bitcoin als Thema, das zunehmend auch in Fußballkabinen ankommt. Junge Profis verdienen oft früh hohe Summen, bewegen sich in einem Umfeld aus Statussymbolen, persönlichen Beratern und hoher öffentlicher Aufmerksamkeit – und stoßen dabei über Teamkollegen, Social Media oder ihr persönliches Netzwerk auf Krypto. „Viele kommen am Anfang über Krypto dazu, über Rendite und ein bisschen Zocken“, sagte Liolios. „Dann heißt es in der Kabine: Schau mal, ich habe das und das gekauft. So fängt das häufig an.“

Auf die Frage, wie viele Spieler der deutschen Nationalmannschaft bereits Bitcoin besitzen, gab Liolios einen vorsichtigen, aber konkreten Einblick. „Ich kenne leider nicht alle. Ich kenne ein paar, zwei, drei, und von denen weiß ich, dass sie eine Allokation haben“, sagte er. „Von zwei weiß ich zu 100 Prozent, dass sie eine Allokation haben. Beim Rest weiß ich es nicht.“ Entscheidend sei häufig das Umfeld: Familie, Spielerberater, Finanzberater oder andere Vertrauenspersonen beeinflussten, ob ein Spieler überhaupt Zugang zu dem Thema bekomme.

Dass Profifußballer sich externe Unterstützung suchen, erklärt Liolios mit der Struktur ihres Alltags. „Die Spieler kümmern sich eigentlich nur um den Sport, Ernährung, Fitness und am Ende darum, auf dem Platz zu performen“, sagte er. „Alles Drumherum braucht Leute, die sich damit beschäftigen und sie auf dem Laufenden halten.“ Gerade bei Bitcoin gehe es nicht nur um den Kauf, sondern auch um Verwahrung, Börsenrisiken und die Frage, wie Informationen so aufbereitet werden, dass ein Spieler eine eigenständige Entscheidung treffen kann.

Lukas Liolios über Geld, Risiko und Beratung

Liolios kam nach eigener Darstellung früh über eigenes Interesse an Finanzmärkten und Krypto in die Branche. Aus einem privaten Kontakt zu einem Profispieler sei später ein Beratungsmodell entstanden. Als Beispiel nannte er Karim Bellarabi, den früheren Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen und ehemaligen deutschen Nationalspieler, nachdem er dessen Zustimmung eingeholt hatte. „Karim hat mir damals total vertraut“, sagte Liolios. „Wir waren nach dem Crash in einer Phase, in der die Angst am größten war. Genau dort entstehen aber auch Einstiegsmöglichkeiten, wenn man das Risiko versteht.“

Ein wiederkehrendes Thema im Gespräch war die Abgrenzung zwischen langfristiger Bitcoin-Allokation und kurzfristigem Trading. Liolios berichtete auch von eigenen frühen Trading-Erfahrungen, darunter einer Position während der Terra Luna-Krise, bei der seine Grundannahme zwar richtig gewesen sei, ein Stop-Loss aber den Gewinn verhindert habe. Heute sieht er Trading für die meisten Anleger kritisch. „Es erzählen immer viele, du musst unbedingt anfangen zu traden und wirst damit reich“, sagte er. „Am Ende sind es vielleicht ein Prozent, die damit profitabel sind. Deshalb sage ich eher: Kauf Bitcoin, verwahre ihn vernünftig und beschäftige dich nicht jeden Tag damit.“

Besonders deutlich wurde Liolios beim Thema Verwahrung und Börsenrisiken. Im Zusammenhang mit FTX sagte er, echte Spot-Bestände seien bei seinen Kontakten separat verwahrt worden, während Liquidität auf der Börse zeitweise eingefroren gewesen sei. „Ich habe immer gesagt: Coins, die wir wirklich kaufen, echte Bitcoins, müssen vernünftig verwahrt werden“, erklärte er. „Das war Glück im Unglück. Liquidität auf Konten war eingefroren, aber die eigentlichen Coins waren abgesichert.“ Für vermögende junge Anleger sei genau diese Unterscheidung zentral, weil operative Fehler in Krypto kaum verzeihlich seien.

Der Einblick von Lukas Liolios zeigt, wie Bitcoin in einer finanzstarken, aber oft wenig transparenten Zielgruppe an Bedeutung gewinnt. Für DFB-Stars und andere Profis geht es dabei weniger um Schlagzeilen als um Portfolioaufbau, Risikomanagement, Verwahrung und den Umgang mit starken Marktzyklen. Liolios fasste den Kern seiner Arbeit nüchtern zusammen: „Am Ende geht es darum, Informationen so aufzubereiten, dass jemand eine vernünftige Entscheidung treffen kann. Vertrauen muss da sein – gerade bei Finanzen.“

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