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Bankless-Mitgründer enthüllt neues Krypto-Portfolio nach Ethereum-Verkauf

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Bankless-Mitgründer David Hoffman hat nach seinem vollständigen Ausstieg aus ETH den verbleibenden Teil des dafür vorgesehenen Kapitals in LIT investiert. In mehreren X-Posts ordnete Hoffman seine Rotation ein: Er bleibt nach eigener Darstellung konstruktiv für Ethereum als Netzwerk, sieht aber bei ETH als Investment-Asset weniger strukturelles Aufwertungspotenzial als früher. Im Mittelpunkt seiner neuen Allokation steht nun Lighter, ein auf Perpetuals fokussiertes Krypto-Handelsprotokoll.

David Hoffman kauft LIT nach ETH-Ausstieg

David Hoffman, Mitgründer der Krypto-Medien- und Research-Plattform Bankless, schrieb auf X, er habe nach dem Verkauf seiner ETH-Position zunächst rund die Hälfte des Kapitals in VVV, NEAR, ZEC und HYPE umgeschichtet. Die andere Hälfte habe er zunächst für einen gestaffelten Einstieg in ein Asset zurückgehalten, das „nicht bereits um ein Mehrfaches gestiegen“ sei. Diese Reserve sei nun vollständig in LIT geflossen. Hoffman formulierte es knapp: „Nachdem ich ETH verkauft hatte, habe ich sofort rund 50 Prozent des Kapitals in VVV, NEAR, ZEC und HYPE gesteckt. Den Rest habe ich als Kapital zurückgelassen, um per DCA in etwas einzusteigen, das nicht bereits um ein Mehrfaches gestiegen war. Ich bin jetzt mit dem Kauf von LIT mit diesen verbleibenden 50 Prozent fertig.“

Der Schritt folgt auf Hoffmans zuvor kommunizierten Ausstieg aus seinen verbliebenen ETH-Beständen. Die genaue Höhe der verkauften Position machte er nicht öffentlich. Seine Begründung war dabei nicht, dass Ethereum als Netzwerk aus seiner Sicht gescheitert sei. Vielmehr unterscheidet Hoffman zwischen Ethereum als Infrastruktur und ETH als Anlagewert. Nach seiner Darstellung sei die „ETH ist Geld“-These nicht fehlgeschlagen, sondern habe sich ausgespielt: Ethereum habe bereits den ETH-Preis erreicht, den es verdiene, und er sehe keine starke strukturelle Neubewertung des Assets nach oben oder unten.

Für ETH-Bullen ist diese Trennung zentral. Hoffman beschreibt Ethereum weiterhin als bedeutende Infrastruktur für Anwendungen, Layer-2-Netzwerke, Stablecoins, Tokenisierung und DeFi. Seine Kritik betrifft die Wertabschöpfung durch ETH-Halter. Ethereum sei in seiner Lesart eher ein „Geber“ als ein „Nehmer“: Das Netzwerk stelle günstigen, sicheren Blockspace und Settlement bereit, während Rollups, Anwendungen und Stablecoin-Emittenten einen größeren Teil der ökonomischen Wertschöpfung vereinnahmen könnten. Damit könne Ethereum als Ökosystem weiter wachsen, ohne dass ETH zwangsläufig proportional davon profitiert.

Bankless-Mitgründer setzt auf Lighter-These

In der anschließenden Diskussion auf X verteidigte Hoffman seine neue These vor allem mit Blick auf Lighter. Auf eine Frage von Kyle Samani, Mitgründer von Multicoin Capital, warum ein Nutzer Lighter statt Robinhood verwenden sollte, verwies Hoffman auf Spezialisierung, Marktabdeckung und Prüfbarkeit. „Die einfache Antwort ist, dass Robinhood eine Alles-Plattform ist und Lighter speziell für Perps hochoptimiert ist“, schrieb Hoffman. „Die Roadmap von Lighter geht zwar ebenfalls in Richtung Alles-Plattform — Perps, Optionen, Spot und Onramps über Fun —, aber Lighter hat mehr Assets, darunter mehr Pre-IPO-Märkte. Lighter verlangt keine KYC-Registrierung, während Robinhood Perps nur für eine geschlossene Nutzergruppe in der EU verfügbar sind.“

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Argumentation ist die technische Architektur. Hoffman verwies auf zkLighter, das Zero-Knowledge-System von Lighter, und stellte dessen Prüfbarkeit als Differenzierungsmerkmal heraus. „zkLighter ist für Endnutzer vollständig auditierbar, sodass jeder erlaubnislos überprüfen kann, ob die Börse ihren eigenen Regeln folgt“, schrieb er. „Order-Matching, Funding, Risikoprüfungen, Liquidationen und andere Prozesse sind in zk-Circuits definiert, sodass Ethereum verifiziert, dass Lighter diese Regeln eingehalten hat, bevor State Updates akzeptiert werden.“ Aus Hoffmans Sicht kann diese Struktur Vertrauen bei Tradern und Market Makern schaffen, weil sie das Risiko privilegierter Gegenparteien reduzieren soll, die gegen Nutzer handeln.

Auch bei Gebühren, Latenz und Ausführungskosten sieht Hoffman Lighter im Vorteil. Er schrieb, Lighter habe „die beste Latenz aller Perp-Börsen“ und verwies auf öffentlich zugängliche Vergleichsseiten. Zur Gebührenstruktur erklärte er: „Lighter hat die beste Gebührenstruktur. Vielleicht hat Robinhood, wenn Perps irgendwann breiter ausgerollt werden, ebenfalls eine Null-Gebühren-Struktur, aber das wäre dann ein Gleichstand zwischen Robinhood und Lighter, kein Sieg für Robinhood.“ Gegenüber Hyperliquid sieht Hoffman Lighter bei den Ausführungskosten vorn. Auf die Frage nach seiner LIT-These im Vergleich zu HYPE schrieb er zudem: „LIT-Rückkäufe laufen relativ gesehen doppelt so schnell wie HYPE-Rückkäufe. Das Produkt ist technisch überlegen, mit besserer Gebührenstruktur und Latenz. Es ist sowohl Beta als auch Alpha gegenüber HYPE, meiner Meinung nach.“

Hoffmans LIT-Kauf markiert damit keinen pauschalen Bruch mit Ethereum, sondern eine Verschiebung seiner Investmentthese: weg von ETH als primärem Wertakkumulationsasset und hin zu Anwendungen oder Protokollen, denen er eine direktere ökonomische Abschöpfung zutraut. Die Debatte bleibt für den Markt relevant, weil sie eine breitere Frage berührt: Wie viel Wert entsteht künftig auf Ethereum selbst, und wie viel davon wird von Apps, Rollups, Börseninfrastruktur und spezialisierten Token eingefangen?

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