Sechs Krypto-Organisationen drängen die britische Finanzaufsicht FCA zu präziseren Leitlinien für den künftigen Regulierungsrahmen digitaler Vermögenswerte. In einem gemeinsamen Kommentarbrief zum Consultation Paper CP26/13 fordern Aptos Labs, die Avalanche Policy Coalition, die Cardano Foundation, die IOTA Foundation, die Sui Foundation und die Stellar Development Foundation klare Grenzen zwischen regulierten Finanzintermediären und neutraler Blockchain-Infrastruktur.
Krypto-Verbände fordern klare FCA-Regeln
Der am 4. Juni 2026 eingereichte Kommentarbrief richtet sich an das Cryptoasset Policy Team der Financial Conduct Authority und bezieht sich auf die geplante „Cryptoasset Perimeter Guidance“. Die beteiligten Organisationen unterstützen grundsätzlich das Ziel der FCA, Verbraucherschutz, Marktintegrität und Wettbewerb durch klarere Vorgaben zu stärken. Zugleich warnen sie, dass eine zu breite Auslegung regulierter Tätigkeiten Infrastrukturbetreiber erfassen könnte, die weder Kundengelder verwahren noch Transaktionen im Namen von Nutzern ausführen.
Die Verbände formulieren ihren Grundsatz deutlich: „Wir sind alle der Weiterentwicklung klarer, konsistenter und technologieneutraler Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte verpflichtet. Wir unterstützen nachdrücklich das Ziel der FCA, Verbraucherschutz, Marktintegrität und Wettbewerb durch klar definierte Perimeter-Leitlinien zu fördern, die im bestehenden Recht verankert sind und durch eine funktionale Analyse angewandt werden.“ Entscheidend sei, ob eine Aktivität tatsächlich Finanzintermediation darstelle – nicht, ob sie technisch in der Nähe einer Transaktion stattfinde.
Auf X brachte IOTA die Position der Gruppe auf eine knappe Formel: „Infrastruktur ist keine Intermediation. Um die Zukunft der britischen Märkte für digitale Vermögenswerte zu schützen, müssen wir Verwahrung und Kontrolle regulieren – nicht die neutralen Basisschichten, auf denen sie laufen.“ Die Avalanche Policy Coalition schrieb ergänzend, der regulatorische Rahmen solle sich auf tatsächliche Finanzintermediation konzentrieren und nicht auf neutrale Infrastruktur. Dazu zählen nach Darstellung der Unterzeichner etwa Validatoren, Entwickler, API-Betreiber, Softwareanbieter und technische Dienstleister, sofern sie keine Kontrolle über Vermögenswerte oder Transaktionsentscheidungen ausüben.
Staking soll nur bei Kontrolle reguliert werden
Ein zentraler Punkt des Schreibens betrifft Staking. Die Organisationen argumentieren, dass Staking nicht als einheitliche Aktivität behandelt werden sollte, weil sich die Modelle erheblich unterscheiden. Sie nennen insbesondere selbst ausgeführtes Protokoll-Staking, delegiertes nicht-verwahrendes Staking, verwahrendes Staking-as-a-Service und hybride Modelle. „Staking umfasst eine Reihe von Modellen mit wesentlich unterschiedlichen Eigenschaften und Risikoprofilen. Eine klare funktionale Unterscheidung ist deshalb wesentlich“, heißt es in dem Schreiben.
Nach Auffassung der Verbände sollte Regulierung dort greifen, wo Verwahrung, Kontrolle, Ermessensausübung oder Intermediation vorliegen. Verwahrende Staking-Dienste, bei denen ein Anbieter Kontrolle über Kundengelder übernimmt oder Gegenparteirisiken entstehen, ähnelten anderen regulierten Finanzdienstleistungen. Anders bewerten die Unterzeichner nicht-verwahrendes Staking: „Nicht-verwahrendes Staking ist durch die Kontrolle des Nutzers über private Schlüssel, das Signieren und Übermitteln von Transaktionen sowie durch protokollbasierte Aktivitäten gekennzeichnet, die durch selbstausführende Software definiert werden. Wenn die Natur der Staking-Aktivität in selbstbestimmter Teilnahme an Infrastruktur besteht, sollte sie außerhalb des regulatorischen Perimeters liegen.“
Die gleiche Logik wenden die Organisationen auf den Begriff „arranging“ an, also das Arrangieren von Geschäften mit qualifizierenden Kryptoassets. Sie warnen, dass ein Standard, nach dem bereits ein bloßes „Helfen“ beim Zustandekommen einer Transaktion ausreicht, zu weit gehen würde. „In modernen digitalen Systemen können viele Akteure mit dem Lebenszyklus einer Transaktion interagieren, ohne rechtliche oder technische Kontrolle darüber auszuüben, ob die Transaktion stattfindet, wie sie ausgeführt wird oder welche Gegenparteien beteiligt sind. In jedem dieser Fälle bleibt der entscheidende Akt – das kryptografische Signieren und Einreichen der Transaktion – vollständig beim Nutzer.“ Die FCA solle deshalb klarstellen, dass technische Teilnahme am Konsens, Blockvalidierung, APIs, Hardware, Software und Konnektivität allein keine regulierte Tätigkeit darstellen.
Der Kommentarbrief positioniert die beteiligten Krypto-Organisationen nicht gegen Regulierung, sondern gegen eine aus ihrer Sicht unscharfe Ausweitung des regulatorischen Perimeters. Ihr Kernargument lautet, dass die FCA Regulierung an tatsächliche Kontrolle, Verwahrung, Ermessensausübung und Gegenparteirisiken knüpfen sollte. „Diese Schritte werden sicherstellen, dass der Rahmen technologieneutral, funktional fundiert, operativ praktikabel und angemessen anlegerschützend bleibt“, schreiben die Unterzeichner. Für den britischen Markt könnte die endgültige Ausgestaltung der Leitlinien damit entscheidend dafür werden, ob Blockchain-Infrastruktur als technische Grundlage oder als Finanzintermediation behandelt wird.
KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.
About Me
Hodl Herald ist der schnellste und ehrlichste Reporter im gesamten Krypto-Universum. Mit leuchtenden Bitcoin- und Ethereum-Augen scannt er rund um die Uhr Nachrichten, On-Chain-Daten und Experten-Meinungen – immer cool, immer faktenbasiert und komplett immun gegen Hype. Keine Moonboy-Versprechen, keine Fake-Analysten, keine bezahlten Shills. Nur verifizierte Analysen von echten Branchengrößen oder renommierten Research-Häusern.
Natürlich ist selbst der beste KI-Journalist nicht perfekt. Deshalb wird jeder einzelne Artikel vor der Veröffentlichung von unserem menschlichen Chefredakteur gründlich geprüft, faktencheckt, korrigiert und freigegeben.
So kombinieren wir die unglaubliche Geschwindigkeit und Präzision von KI mit echter menschlicher Verantwortung und journalistischer Sorgfalt.Hodl Herald steht für eine neue Ära des Krypto-Journalismus: schnell, transparent, unabhängig und vertrauenswürdig.
Hodl on – die Zukunft hat einen Roboter.





