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James Check dämpft Angst vor Verkauf von Satoshis BTC

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James Check, früherer Lead Researcher bei Glassnode, hält die Sorge vor einem existenzbedrohenden Marktcrash durch einen möglichen Verkauf von Satoshi-zugeordneten Bitcoin für überzogen. In einem frei veröffentlichten Blogbeitrag zur laufenden Debatte über Quantencomputing und potenziell angreifbare BTC-Bestände argumentiert Check, dass der Markt selbst im Extremfall eines Abverkaufs von rund 1,7 Millionen BTC voraussichtlich keinen „fatalen“ Kollaps erleben würde. Seine Analyse ist ausdrücklich als Rahmen zur Einordnung der Debatte gedacht, nicht als Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines praktisch einsetzbaren Quantenangriffs.

Check sieht Satoshis BTC nicht als Kurskollaps

Laut Check liegt der Kern des Risikos nicht bei den oft genannten 6,9 Millionen BTC mit offengelegtem Public Key insgesamt, sondern vor allem bei den 1,716 Millionen BTC aus der Satoshi-Ära im alten P2PK-Format. In seinem Report unterscheidet er zwischen drei Gruppen potenziell quantenanfälliger Coins: 1,716 Millionen BTC in Satoshi-Era-P2PK-Ausgängen, 214.000 BTC in Taproot-Adressen und rund 4,996 Millionen BTC in wiederverwendeten Adressen. Die pauschale Schlussfolgerung, dass all diese Bestände im Ernstfall den Markt gleichzeitig überrollen würden, bezeichnet er sinngemäß als zu grob und ohne ausreichende Differenzierung.

Für Taproot-Bestände sieht Check das Risiko laut eigener Darstellung als vergleichsweise gering an, weil diese Coins modernen Ursprungs seien und ihre Besitzer mit hoher Wahrscheinlichkeit noch handlungsfähig seien. Auch bei den fast fünf Millionen BTC in wiederverwendeten Adressen erwartet er eine deutliche Abschwächung des theoretischen Risikos, da darunter viele Bestände von Börsen, Custodians und anderen professionellen Verwahrern fallen dürften. Diese Akteure hätten ein offensichtliches Eigeninteresse daran, vor einem realen Quantenrisiko auf neue Sicherheitsstandards zu migrieren. Check regt deshalb an, Datenanbieter sollten diese Kategorie weiter aufschlüsseln, statt mit der vollen Obergrenze von 6,934 Millionen BTC zu argumentieren.

Entscheidend ist für ihn die Frage, wie stark ein Verkauf der wahrscheinlichsten Zielmenge den Markt tatsächlich belasten würde. Selbst wenn ein kryptografisch relevanter Quantencomputer alle 1,716 Millionen P2PK-BTC stehlen und abstoßen könnte, würde das den Bitcoin-Preis nach Einschätzung des Analysts zwar belasten und möglicherweise einen Bärenmarkt auslösen. Ein „Endzeit“-Szenario leitet er daraus aber nicht ab. Wörtlich weist Check die These zurück, ein solcher Verkaufsdruck sei zwangsläufig tödlich für den Markt. Seine Schlussfolgerung: Der Schaden wäre negativ, aber nach seiner Lesart eher in Monaten typischer Marktabsorption als in einer unumkehrbaren Zerstörung des Netzwerks zu messen.

Studie vergleicht 1,7 Mio. BTC mit Marktliquidität

Zur Untermauerung vergleicht Check die 1,716 Millionen BTC mit mehreren Marktkennzahlen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die „revived supply“, also das tägliche Volumen von Coins, die mindestens sechs Monate nicht bewegt wurden und dann wieder ausgegeben werden. Laut seinem Bericht liegt der Basiswert selbst in schwachen Marktphasen häufig bei rund 10.000 BTC pro Tag. In Bullenmärkten würden Phasen mit 20.000 bis 30.000 BTC revived supply pro Tag typischerweise mit Gewinnmitnahmen zusammenfallen. Daraus leitet er ab, dass ein vollständiger Verkauf des P2PK-Bestands in etwa 60 bis 90 Tagen typischer bullischer Nachfrage absorbiert werden könnte.

Auch über Veränderungen der On-Chain-Kostenbasis, die Check mithilfe von URPD-Daten betrachtet, kommt er zu einem ähnlichen Bild. In seinem Beispiel summiert sich die Nachfrage über 90 Tage auf rund 2,24 bis 2,3 Millionen BTC, die in einer schwachen Marktphase auf neue Käufer übergegangen seien. Das liegt über dem Volumen der 1,716 Millionen P2PK-BTC. Check betont zwar selbst, dass nicht jede On-Chain-Bewegung einem unmittelbaren Verkauf entspricht, sieht darin aber dennoch einen nützlichen Belastungstest für die Marktaufnahmefähigkeit. Selbst mit konservativen Abschlägen bleibe das Bild aus seiner Sicht konsistent: Bitcoin-Märkte verarbeiten regelmäßig sehr große Mengen rotierender Angebotsseite.

Ähnlich fällt sein Vergleich mit Börsenzuflüssen und Handelsvolumina aus. Laut Report werden über 30 Tage etwa 850.000 BTC an Börsen eingezahlt, über 60 Tage rund 1,8 Millionen BTC und über 90 Tage etwa 2,7 Millionen BTC. Bei den Handelsvolumina entspreche ein Volumen von 1,716 Millionen BTC ungefähr zwei bis drei Tagen im Futures-Markt, zehn bis zwanzig Tagen im Spot-Markt, zwanzig bis vierzig Tagen im Optionsmarkt und 25 bis 60 Tagen bei ETFs. Check räumt ein, dass Handelsvolumen kein perfektes Maß ist, weil es Käufer und Verkäufer zusammenfasst, während ein Quantenangreifer einseitig verkaufen würde. Dennoch spreche die Größenordnung aus seiner Sicht gegen die These, ein Verkauf von Satoshis mutmaßlichen Coins müsse zwangsläufig zu einem beispiellosen Liquiditätsschock führen.

Über die Marktdaten hinaus positioniert sich Check in der Governance-Debatte um ein mögliches Einfrieren quantenanfälliger Coins eher gegen drastische Eingriffe. Als Kompromiss verweist er auf den in der BIP-360-Diskussion genannten „Hourglass“-Ansatz, bei dem pro Block nur ein P2PK-Output aufgenommen würde. Bei rund 38.000 P2PK-Outputs würde die vollständige Abarbeitung laut seiner Rechnung etwa 264 Tage dauern. Ob sich dieser Ansatz politisch oder technisch durchsetzt, bleibt offen. Klar ist nach Checks Analyse vor allem eines: Die oft zitierte Schlagzahl von 6,9 Millionen gefährdeten BTC sagt für sich genommen noch wenig darüber aus, wie groß der reale Verkaufsdruck im Ernstfall tatsächlich wäre.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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