Midnight wird in dieser Woche schrittweise ins Mainnet überführt. Nach Angaben von Cardano Gründer Charles Hoskinson läuft der Start zunächst im „Guarded Mode“ mit föderierten Node-Betreibern wie Google Cloud, Telegram und MoneyGram – ein Signal dafür, dass das Netzwerk zwar live ist, aber vorerst nur kontrolliert geöffnet wird.
Mainnet startet schrittweise im Guarded Mode
Hoskinson bezeichnete die Woche des 23. März als „Midnight-Woche“ und beschrieb den Übergang ins Mainnet als methodischen Prozess mit täglichen „Go/No-Go“-Entscheidungen. Das Ziel sei nicht ein symbolischer Launch, sondern ein stabiler Netzbetrieb unter Realbedingungen. „Es ist ein Mainnet, kein Testnet. Idealerweise gibt es keine Rückschritte, und es ist geschützt“, sagte er. Entsprechend bleiben Transaktionen und die Bereitstellung von DApps zu Beginn eingeschränkt.
Midnight Launch Week https://t.co/mYyhm8TNl4
— Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) March 23, 2026
Dem Start voraus ging laut Hoskinson ein rund einjähriger Testnet-Zyklus mit mehreren Upgrades und Hard-Fork-Tests. Nun folgt die föderierte Phase, in der sogenannte Federated Node Operators die Blockproduktion, Transaktionsverarbeitung und Netzwerk-Updates übernehmen. Hoskinson zog dabei eine Parallele zur Byron-Ära von Cardano, betonte aber zugleich die höhere technische Komplexität von Midnight. Das Netzwerk operiere „gleichzeitig auf Cardano und Midnight als eigenem Netzwerk“, mit einem werttragenden Asset auf der einen und einem operativen Asset auf der anderen Seite.
Hinzu kommen laut Hoskinson mehrere Adressstrukturen, ein privates und ein öffentliches Ledger sowie ein gestaffelter Konsensaufbau mit „Araura, Grandpa und Beefy“, wobei Beefy die Brücke zu Cardano bildet. „Da passiert also deutlich mehr, was das Ganze viel eher zu einem Space Shuttle macht als das, was wir beim Start von Cardano hatten“, sagte er. Im ersten Schritt gehe es daher vor allem darum, stabile Konsensbildung, verlässliche Blockproduktion und die Funktionsfähigkeit von Komponenten wie Plonk, Halo 2 und Compact zu verifizieren.
Partner prüfen Stabilität vor breiter Freigabe
In der aktuellen Phase liegt die operative Verantwortung bei den Partnern im föderierten Setup. Hoskinson nannte neben Google Cloud auch Telegram und MoneyGram als Betreiber im Netzwerk. Diese Akteure sollen zunächst bestätigen, dass Midnight unter Mainnet-Bedingungen stabil läuft. „Sobald die FNOs wie Google und Telegram und all die anderen sagen: Ja, wir sind zufrieden damit, die Dinge sehen gut aus“, könne die Schutzschicht schrittweise reduziert werden, erklärte er. Als Referenz nannte er Aztec, das bei seinem Privacy-System auf Ethereum ebenfalls mit leeren Blöcken gearbeitet habe.
Für Nutzer wird der erste sichtbare Schritt die Erzeugung von „Dust“ sein, die laut Hoskinson über ein Update von Lace nachvollziehbar werden soll. Die Phase des „Glacier Drop“ sei abgeschlossen, nun beginne die operative Aktivierung des Netzwerks. Erst nach stabiler Dust-Generierung soll der nächste Schritt folgen: Lace plus erste DApps. Hoskinson formulierte die Reihenfolge klar: „Zuerst geht es von bloßer Dust-Generierung zu Lace plus DApps, und dann kann man tatsächlich anfangen, einige dieser Anwendungen zu nutzen.“
Der breitere Rollout ist dennoch auf mehrere Quartale angelegt. Hoskinson rechnet in den kommenden sechs bis zwölf Monaten mit einer schrittweisen Freischaltung weiterer Funktionen, darunter Capacity Exchange für Cross-Chain-Transaktionen, das Midnight-Passport-System, Intents und später composable Contracts mit privaten Smart Contracts. Parallel dazu sollen in Phase drei ein Incentivized Testnet für Stake-Pool-Operatoren sowie erste Governance-Experimente anlaufen. Gerade bei Governance mahnt Hoskinson zur Vorsicht: Midnight sei über einen breiten „Glacier Drop“ verteilt worden, wodurch zunächst offen bleibe, wie sich die Community zusammensetzt. „Man muss etwas Zeit verstreichen lassen, damit sich die Community selbst selektieren kann, bevor man Governance-Funktionen vollständig einschaltet“, sagte er.
Der Mainnet-Start von Midnight ist damit weniger ein einzelner Launch-Moment als der Beginn einer eng kontrollierten Aktivierungsphase. Für den Markt ist vor allem relevant, dass das Netzwerk bereits live ist, die Öffnung aber an technische Stabilität, Partner-Feedback und einen schrittweisen Ausbau der Funktionalität gebunden bleibt.
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