Paul Sztorc, Gründer von LayerTwoLabs und Autor der Bitcoin Improvement Proposals 300/301, hat am 24. April auf X den bevorstehenden Hard Fork von Bitcoin namens eCash angekündigt. Nach seinen Angaben soll der Fork im August erfolgen und bestehende BTC-Bestände im Verhältnis 1:1 spiegeln: „Wenn du 4,19 BTC hast, dann wirst du 4,19 eCash erhalten.“ Die Ankündigung wird von einem ausführlichen FAQ auf ecash.com flankiert, in dem Sztorc das Projekt als Antwort auf aus seiner Sicht kulturelle und governance-bezogene Probleme im Bitcoin-Ökosystem beschreibt. Mehrere Elemente des Vorhabens, insbesondere die geplante Umverteilung eines Teils von Satoshis mutmaßlichen „Patoshi“-Coins an frühe Investoren, dürften allerdings sofort kontrovers diskutiert werden.
Paul Sztorc kündigt Bitcoin-Hardfork eCash an
In seinem X-Post bezeichnete Sztorc eCash ausdrücklich als „neue Bitcoin Hardfork“ und schrieb, dass Nutzer ihre Coins nach dem Fork gesplittet erhalten sollen. „Du kannst dein eCash verkaufen – oder behalten. Oder es ignorieren“, schrieb er. Zugleich kündigte er an, dass der Layer-1-Node „eine fast exakte Kopie von Bitcoin Core“ sei, weiter mit Sha256d gemined werde und über einen einmaligen Difficulty-Reset auf die minimale Schwierigkeit abgespalten werden solle. Das dürfte laut Sztorc dazu führen, dass das Mining zu Beginn „verrückt“ werde.
Technisch soll eCash laut Sztorc die Kompatibilität zu Bitcoin Core weitgehend beibehalten. In seinem Post heißt es: „Wir werden ihre Änderungen weiter mergen – auch die schlechten. Das L1 wird BIP300/301 über CUSF aktivieren – den Soft Fork, bei dem Core unangetastet bleibt. Daher werden auf L1 keine Codezeilen geändert.“ Ergänzend kündigte er an, der Aktivierungs-Client werde regelmäßig veröffentlicht, im Sommer solle es mehrere Bug-Bounty-Wettbewerbe geben, und 30 Tage vor dem Fork werde der Client eingefroren.
Auf ecash.com argumentiert Sztorc, die Hardfork sei nicht aus einem technischen Defekt von Bitcoin heraus nötig, sondern wegen der Community. „Nicht der BTC-Code ist kaputt – die BTC-Community ist das Problem. Wir müssen gegen diese Community wetten. Deshalb brauchen wir eine neue Coin“, heißt es dort. An anderer Stelle schreibt er zugleich, er plane, seine eigenen BTC weiter zu halten: „Ich hoffe, dass Bitcoin Erfolg hat. Ich plane, meine BTC zu halten – und das solltest du auch.“ Der Widerspruch zwischen Wettbewerb und fortgesetzter BTC-Positionierung ist Teil der öffentlichen Begründung des Projekts.
Fork mit Coin-Split und umstrittener Verteilung
Besonders umstritten ist ein zweiter X-Post, in dem Sztorc eine Vorab-Beteiligung für Investoren beschreibt. Dort heißt es: „Satoshi hat 1,1 Millionen Coins im sogenannten Patoshi-Muster. Wir werden heute einen Teil dieser Coins – weniger als die Hälfte – manuell an Investoren neu zuweisen.“ Laut FAQ auf ecash.com soll es sich um einen „Satoshi Half-Airdrop“ handeln, bei dem rund 550.000 der 1,1 Millionen mutmaßlich Satoshi zugeordneten Coins auf der neuen eCash-Kette an Investoren und Unterstützer verteilt werden. Auf Bitcoin selbst, so betont die Website, habe dies keinen Zugriff: „Wir ‘stehlen’ null von Satoshis BTC. Wir haben nicht die Macht, BTC wegzunehmen.“
Sztorc räumt selbst ein, dass diese Entscheidung hochgradig kontrovers sein wird. Auf X schrieb er: „Das wird ohne Zweifel eine umstrittene Entscheidung sein. Aber ich denke, sie ist notwendig – und sogar ideal.“ Als Begründung führt er an, ein „reiner Fork“ lasse Mitstreitern keine Möglichkeit, sich vorab zu engagieren, wodurch das Projekt bis zum Launch zu einem „Zombie-Projekt“ werde. Er ergänzt, dass er diese Möglichkeit „für hochqualitative Investoren“ offenhalte, „also akkreditierte+“, und sagt zugleich: „Es muss offengelegt werden, für vollständige Transparenz.“
Darüber hinaus plant eCash laut Website eine Kombination aus Replay-Kompatibilität und optionalem Schutz vor Transaction Replay. Sztorc schrieb auf X zunächst: „Wir spielen zunächst alle Transaktionen erneut ab. Wir werden ein Coin-Splitter-Tool veröffentlichen.“ Im FAQ wird das technisch präzisiert: Transaktionen könnten ein optionales zusätzliches Byte erhalten, das die TxID absichtlich verändere und Nutzern erlaube, sich für oder gegen Replay zu entscheiden. Parallel stellt das Projekt mehrere Drivechains in Aussicht. „Wir haben derzeit sieben in Entwicklung“, schrieb Sztorc auf X. Genannt werden unter anderem eine zCash-ähnliche Privacy-L2, Truthcoin für Prediction Markets, CoinShift als dezentrale Börse und Photon als quantenresistente L2. Ob und in welchem Umfang diese Komponenten bis zum August-Start tatsächlich produktionsreif sind, lässt sich anhand des vorliegenden Materials nicht unabhängig verifizieren.
Für Marktteilnehmer ist eCash damit vor allem aus drei Gründen relevant: wegen des angekündigten 1:1-Coin-Splits für BTC-Halter, wegen der weitgehenden technischen Nähe zu Bitcoin Core und wegen der ungewöhnlichen, bereits im Vorfeld offen kommunizierten Umverteilung eines Teils der auf der neuen Chain entstehenden „Satoshi“-Bestände. Die Quelle für alle Kernaussagen sind Sztorcs eigene X-Posts und die Projektseite selbst; unabhängige Bestätigungen für Umsetzung, Investorenbeteiligung oder spätere Marktakzeptanz liegen bislang nicht vor. Damit ist eCash zunächst vor allem eine politisch und ökonomisch aufgeladene Fork-Ankündigung — und weniger ein bereits bewiesenes neues Bitcoin-Ökosystem.
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