Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy, hat in einem am 9. Mai über X veröffentlichten Interview bei Consensus 2026 erläutert, warum das Unternehmen bereit wäre, Bitcoin zur Finanzierung von STRC-Dividenden zu verkaufen. Die Aussage sorgte deshalb für Aufmerksamkeit, weil Saylor seit Jahren mit dem Satz „Verkaufe niemals deine Bitcoin“ verbunden wird. In dem Gespräch mit Bonnie Chang und David Lin stellte er nun klar, dass Strategy nach seiner Darstellung kein Nettoverkäufer von Bitcoin werden wolle, sondern Bitcoin-Verkäufe als mögliches Liquiditätsinstrument innerhalb eines größeren Akkumulationsmodells versteht.
Warum Saylor Bitcoin für STRC-Dividenden verkaufen will
Saylor verortete die Debatte bei der jüngsten Earnings Call-Kommunikation von Strategy. Dort habe das Unternehmen signalisiert, „dass wir bereit sind, Bitcoin zu verkaufen, um unsere Stretch-Dividenden zu finanzieren, falls nötig“. Der Kern der Botschaft sei aus seiner Sicht, dass der Markt verstehen müsse, wie STRC-Dividenden wirtschaftlich gedeckt werden sollen: „Bitcoin-Kapitalgewinne finanzieren Stretch-Kreditdividenden. Wenn wir STRC-Kredit im Wert von einer Million Dollar verkaufen, drehen wir uns um und kaufen Bitcoin im Wert von einer Million Dollar.“
Nach Saylors Darstellung basiert das Modell darauf, dass Strategy durch STRC Kapital aufnimmt, dieses in Bitcoin investiert und einen Teil erwarteter Wertsteigerungen zur Bedienung der Dividende nutzt. Er sagte: „Wir erwarten, dass Bitcoin etwa 30 Prozent pro Jahr zulegt. Es waren fast 40 Prozent pro Jahr. Wir ziehen die ersten 11 Prozent dieses Kapitalgewinns ab und zahlen sie als Kreditdividende.“ In der Vergangenheit seien Dividenden häufig über den Verkauf von MSTR-Stammaktien finanziert worden, die Saylor als „Derivat von Bitcoin“ bezeichnete und die üblicherweise mit einem Aufschlag auf Bitcoin gehandelt hätten.
Die Bereitschaft, Bitcoin direkt zu monetarisieren, soll nach Saylors Darstellung auch eine Wahrnehmungslücke schließen. Er verwies darauf, dass Marktteilnehmer und Ratingagenturen die Bitcoin-Bestände als werthaltige Bilanzaktiva anerkennen müssten. „Wenn man etwas im Wert von 65 Milliarden Dollar hat und die Leute es mit null bewerten wollen, ist das nicht sehr gut“, sagte Saylor. „Wir wollen nicht, dass die Ratingagenturen denken, das Unternehmen habe null Dollar an Vermögenswerten. Wir wollen, dass die Ratingagenturen denken, wir haben 65 Milliarden Dollar an Vermögenswerten.“ Die Botschaft an den Markt laute daher: Strategy müsse nicht dauerhaft Stammaktien verkaufen, sondern könne „hoch im Wert gestiegene Bitcoin“ zur Dividendendeckung einsetzen.
Wie Strategy trotz Verkäufen Bitcoin zukauft
Saylor betonte, dass sein viel zitierter Grundsatz präziser formuliert lauten müsse: nicht Nettoverkäufer von Bitcoin zu sein. „Ich bin sehr bekannt dafür, zu sagen: Verkaufe niemals deine Bitcoin. Deshalb ist das Internet verrückt geworden, als wir sagten, wir könnten sie verkaufen“, sagte er. „Aber wenn ich präziser gewesen wäre, hätte ich gesagt: Sei niemals ein Nettoverkäufer von Bitcoin. Das wäre nur nicht so viral oder eingängig gewesen.“ In der Praxis bedeute das aus seiner Sicht: „Selbst wenn wir einen Bitcoin verkaufen würden, würden wir 10 bis 20 weitere Bitcoin kaufen.“
Zur Mechanik verwies Saylor auf STRC, das er als wichtigste „Bitcoin-Akkretionsmaschine“ bezeichnete. Strategy habe im April 3,2 Milliarden Dollar an STRC verkauft und damit 3,2 Milliarden Dollar in Bitcoin gekauft; die Dividende habe für diesen Zeitraum bei rund 80 bis 90 Millionen Dollar gelegen. „Im Wesentlichen würdest du 30 Bitcoin kaufen und einen Bitcoin verkaufen“, sagte Saylor. „Unsere Break-even-Rate liegt bei 2,3 Prozent. Wenn wir Stretch-Kredit in Höhe von 2,3 Prozent unserer Bitcoin-Bestände ausgeben, bedeutet das, dass wir für immer Netto Käufer von Bitcoin sein werden, selbst wenn wir Bitcoin verkaufen, um die Dividende zu zahlen.“
Auch für das laufende Jahr stellte Saylor das Emissionsvolumen in Relation zu den Dividendenverpflichtungen. Strategy habe in den ersten vier Monaten rund 5 Milliarden Dollar an STRC verkauft und bewege sich damit auf eine jährliche Emissionsrate von 15 bis 20 Prozent zu, während der Break-even bei 2,3 Prozent liege. „Du kaufst 20, verkaufst zwei, netto bleiben 18“, sagte er. „Solange das Unternehmen wächst, wird es mehr Bitcoin kaufen, als es verkauft. Ich erwarte, dass wir in jedem Monat und jedem Quartal auf Dauer Netto Käufer von Bitcoin sein werden.“ Ergänzend argumentierte Saylor, der Bitcoin-Markt sei ausreichend liquide: „Wenn unser Unternehmen in der Lage ist, den Krypto-Liquiditätsmarkt anzuzapfen, wenn wir Liquidität durch den Verkauf von Spot-Bitcoin aufnehmen können, dann ist das ein Spotmarkt von 20 Milliarden Dollar und ein Derivatemarkt von 50 Milliarden Dollar pro Tag. Das ist eine starke Energiequelle.“
Saylors Klarstellung verschiebt den Fokus der Debatte von der Frage, ob Strategy jemals Bitcoin verkauft, hin zur Frage, ob das Unternehmen seine Bitcoin-Position netto weiter ausbaut. Für Investoren in MSTR, STRC und die übrigen Strategy-Instrumente bleibt entscheidend, ob das Unternehmen die Balance zwischen Kreditaufnahme, Dividendenzahlung, Bitcoin-Akkumulation und Marktliquidität wie beschrieben aufrechterhalten kann. Saylor fasste die operative Haltung so zusammen: „Wir werden unsere Verpflichtungen mit BTC oder MSTR finanzieren. Wir werden tun, was im besten Interesse des Unternehmens ist. Aber über die Zeit erwarten wir, ein Netto-Akkumulator von Bitcoin zu sein.“
My latest thoughts on $BTC, $STRC, and $MSTR with @TheBonnieChang and @davidlin_TV at Consensus 2026.
0:00 – Strategy’s Bitcoin sale controversy
0:36 – Why Strategy may sell Bitcoin
3:12 – “Never sell your Bitcoin” explained
4:40 – How Strategy buys more Bitcoin than it sells… pic.twitter.com/mQQJefM3mH— Michael Saylor (@saylor) May 9, 2026
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