StartNewsHyperliquid-ETFs schlagen Ethereum-Flows in der ersten Handelswoche

Hyperliquid-ETFs schlagen Ethereum-Flows in der ersten Handelswoche

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Die ersten Hyperliquid-Spot-ETFs zeigen wenige Tage nach ihrem Start messbare Nachfrage aus dem Markt. Daten von SoSoValue und Einschätzungen von Krypto- und ETF-Analysten deuten darauf hin, dass die Produkte nicht nur Handelsvolumen anziehen, sondern auch zusätzlichen Kaufdruck auf HYPE erzeugen.

Hyperliquid-ETFs ziehen frisches Kapital an

Die ersten beiden Hyperliquid-Spot-ETFs sind seit dem 12. Mai 2026 handelbar. Nach Daten von SoSoValue verzeichneten die Produkte am ersten Handelstag Nettozuflüsse von 1,17 Millionen US-Dollar, bei einem Handelswert von 1,80 Millionen US-Dollar und Nettovermögen von 1,87 Millionen US-Dollar. Bereits am 13. Mai stiegen die täglichen Zuflüsse auf 1,36 Millionen US-Dollar, die kumulierten Nettozuflüsse erreichten 2,52 Millionen US-Dollar, während das Handelsvolumen auf 2,67 Millionen US-Dollar zunahm.

Der stärkere Schub kam in den folgenden Handelstagen. Am 15. Mai beschleunigten sich die Zuflüsse auf 4,36 Millionen US-Dollar, das gehandelte Volumen sprang auf 9,98 Millionen US-Dollar, und das Nettovermögen erreichte 13,89 Millionen US-Dollar. Am 18. Mai lagen die täglichen Zuflüsse bei 4,42 Millionen US-Dollar, das Handelsvolumen stieg auf 12,04 Millionen US-Dollar, und die Nettovermögen erhöhten sich auf 18,59 Millionen US-Dollar. Den bislang höchsten Wert markierte der 19. Mai mit Zuflüssen von 11,04 Millionen US-Dollar, kumulierten Nettozuflüssen von 22,34 Millionen US-Dollar, einem Handelswert von 22,96 Millionen US-Dollar und Nettovermögen von 30,82 Millionen US-Dollar.

Hyperliquid (HYPE) ETF Daten seit Launch
Hyperliquid (HYPE) ETF Daten seit Launch | Quelle: SoSoValue

Aletheia, Krypto-Analyst bei Bitcoin Suisse, ordnete die frühen Daten in einem X-Beitrag als Hinweis auf eine beginnende institutionelle Adoptionsphase ein. Er schrieb: „Die ersten beiden Hyperliquid-Spot-ETFs sind seit sechs Tagen live und erlauben uns einen Blick auf die Flows in dieser frühen Phase der institutionellen Adoption von Hyperliquid. Ich hatte zuvor erwähnt, dass die ETFs das Potenzial haben, das HYPE-Setup materiell zu beleben, da Treasury-Vehikel bereits einen großen Teil des Angebots absorbiert haben.“ Weiter hieß es: „Ältere Verkäufer hatten bereits einen sichtbaren Weg zur Distribution, bevor passive Produkte eintreffen. Das reduziert das Risiko, dass neue ETF-Nachfrage lediglich auf alten Verkaufsdruck trifft.“

Frühe Zuflüsse erhöhen den Kaufdruck bei HYPE

Im relativen Vergleich fällt vor allem die Marktkapitalisierungsbereinigung ins Gewicht. Aletheia schrieb, die HYPE-Spot-ETFs hätten „marktkapitalisierungsbereinigt an drei der ersten sechs Handelstage mehr Zuflüsse angezogen als Bitcoin“. Gegenüber Ethereum hätten die Hyperliquid-Produkte „an fünf von sechs Tagen höhere Zuflüsse“ verzeichnet. Solana habe dagegen an vier der ersten sechs Handelstage höhere marktkapitalisierungsbereinigte Flows als Hyperliquid erzielt. Besonders auffällig sei der sechste Handelstag gewesen: „Gestern, am sechsten Handelstag, sahen die HYPE-Spot-ETFs deutlich höhere Zuflüsse als jeder ihrer Vergleichswerte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Flows in den kommenden Tagen entwickeln.“

Ein zentraler Punkt ist der zusätzliche Kaufdruck gegenüber bestehenden Nachfragequellen im Hyperliquid-Ökosystem. Aletheia stellte die ETF-Zuflüsse dem Assistance Fund gegenüber, der HYPE kauft und verbrennt. „Interessant ist auch, dass die HYPE-Spot-ETFs beim Kaufdruck am Markt mit dem Assistance Fund konkurrieren“, schrieb der Analyst. „Während der ersten sechs Handelstage kauften die ETFs das 2,5-Fache der Menge an HYPE, die der AF gekauft und verbrannt hat. Eine interessante Dynamik, die man natürlich im Auge behalten sollte; der Aspekt des Verbrennens ist hier ebenfalls wesentlich, aber beim Kaufdruck legen die ETFs sicherlich nach.“

Auch das Handelsvolumen des Produkts THYP zog Aufmerksamkeit auf sich. Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, schrieb auf X: „Der Hyperliquid-ETF THYP steigert seit dem Start jeden Tag sein Volumen, inzwischen im Bereich von mehreren zehn Millionen, achtmal so hoch wie am ersten Tag, was ein wirklich gutes Zeichen für organisches Interesse ist. Er ist direkt zum Start auch um 20 Prozent gestiegen, das hilft der Sache definitiv.“ Balchunas verwies zudem auf einen Beitrag von Frank Chaparro, Krypto-Journalist, wonach Hyperliquid sich zu einer dominanten Gebührenquelle im Kryptomarkt entwickelt habe: „Hyperliquid ist still und leise zur dominierenden Gebührenmaschine in Krypto geworden und erfasst 43 Prozent aller Chain-Gebühren, etwa 11 Millionen US-Dollar pro Woche, während Perpetual Futures weiterhin nahezu jede andere Onchain-Aktivitätskategorie monetarisieren.“

Die frühen Daten zeigen, dass die Hyperliquid-ETFs in ihrer Startphase Kapital, Handelsvolumen und Aufmerksamkeit bündeln. Für HYPE ist dabei weniger ein einzelner Tageswert entscheidend als die Frage, ob ETF-Nachfrage, Assistance-Fund-Käufe und die Gebührenstärke des Protokolls über mehrere Wochen zusammenwirken. Die nächsten Handelstage dürften deshalb zeigen, ob sich aus dem starken Start ein dauerhafter institutioneller Nachfragekanal entwickelt.

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