StartNewsChainlink-Mitgründer sieht 3 Trends als Treiber für die nächste Phase

Chainlink-Mitgründer sieht 3 Trends als Treiber für die nächste Phase

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Sergey Nazarov, Mitgründer von Chainlink, sieht das Oracle- und Interoperabilitätsnetzwerk vor einer neuen Phase institutioneller Nutzung. In einem ausführlichen Beitrag auf X nannte er drei Entwicklungen, die aus seiner Sicht die weitere Adoption von Chainlink begünstigen: höhere Sicherheitsanforderungen an Infrastruktur, fortlaufende Produktentwicklung in schwächeren Marktphasen sowie die wachsende Eigenständigkeit von Real-World-Assets, TradFi-Tokenisierung und digitalen Assets gegenüber klassischen Krypto-Preiszyklen.

Nazarov sieht Chainlink vor mehr TradFi-Adoption

Nazarov stellt die Sicherheitsdebatte im Krypto-Sektor in den Mittelpunkt seiner Einschätzung. Die Branche achte inzwischen deutlich stärker darauf, „wie sicher und zuverlässig die Infrastruktur, Standards und Oracles beziehungsweise Abhängigkeiten sind, auf denen sie aufbaut“. Dieser Fokus komme Chainlink zugute, weil das Netzwerk nach seiner Darstellung von Beginn an auf Sicherheit und Zuverlässigkeit ausgelegt worden sei.

In dem X-Beitrag schrieb Nazarov: „Diese Verschiebung des Fokus hin zu Sicherheit kommt Chainlink bereits massiv zugute, weil es von Anfang an mit Blick auf Sicherheit und Zuverlässigkeit aufgebaut wurde, zum Beispiel mit 16 Nodes statt 1 von 1 oder 2 von 2, was tatsächlich oft nur ein 1 von 1 in Verkleidung ist. Dieser Fokus auf Zuverlässigkeit und Sicherheit schafft ein besseres System für alle in der DeFi- und TradFi-Branche, um mit weniger Risiko zu transagieren, und führt mit der Zeit auch zu mehr Chainlink-Adoption insgesamt.“ Chainlink sei durch Sicherheit und Zuverlässigkeit zum führenden Daten-Oracle geworden; Nazarov erwartet, dass sich dieses Muster auch auf weitere Service-Kategorien übertragen kann.

Als konkretes Beispiel nennt er die Cross-Chain-Interoperabilität. Nach seiner Darstellung wechseln größere Nutzer verstärkt zu Chainlink CCIP, nachdem sie Bridge-Anbieter tiefergehend auf Sicherheit geprüft hätten. Er verweist dabei unter anderem auf Kraken, Lido Finance und Lombard Finance. Kraken habe Chainlink CCIP wegen „Enterprise-grade Infrastructure“ und strenger Anforderungen an Sicherheits- und Risikomanagement gewählt, darunter ISO-27001- und SOC-2-Type-2-Zertifizierungen, eine „secure by default“-Architektur, 16 unabhängige Nodes und native Rate Limits. Lombard Finance bezeichnete CCIP demnach als Standard in der Cross-Chain-Infrastruktur für hochwertige Vermögenswerte; Nazarov spricht von mehr als 4 Milliarden US-Dollar, die in wenigen Wochen migriert worden seien.

CCIP und RWA treiben neue Nachfrage im Finanzsektor

Neben CCIP hebt Nazarov die Produktentwicklung während schwächerer Marktphasen hervor. Chainlink habe gerade in Phasen mit weniger Marktlärm weitergebaut und wichtige Funktionen ergänzt. „Weil Chainlink bereits einen klaren Product-Market-Fit hat, ist die Fähigkeit, sich auf den Aufbau der Zukunft zu konzentrieren, ein starker Beschleuniger für künftigen Fortschritt“, schrieb er. Besonders verweist er auf anwendungsbezogene Funktionen wie Collateral Management sowie wiederverwendbare Bausteine wie „verifiable confidential compute“ in der Chainlink Runtime Environment, kurz CRE.

Der zweite große Treiber ist aus Nazarovs Sicht die institutionelle Nachfrage nach Real-World-Assets, TradFi-Tokenisierung und digitalen Assets. „Die RWA-, TradFi-Tokenisierungs- und Digital-Assets-Industrie hat sich inzwischen von Krypto-Preisen als bestimmendem Faktor ihres Erfolgs entkoppelt und ist ein schnell wachsender eigener Markt“, schrieb er. Für Technologien, Standards und Infrastrukturen, die diese Nachfrage bedienen können, sei das eine günstige Entwicklung. Chainlink sieht er dabei wegen Zertifizierungen, der bisherigen Sicherheitsbilanz und der Kombination mehrerer Komponenten besonders gut positioniert.

Nazarov verweist auf eine Reihe aktueller TradFi-Beispiele. Dazu zählt die DTCC, ein zentraler Infrastrukturanbieter der US-Finanzmärkte, die CRE und Chainlink-Daten für Produktionspläne im Bereich 24/7-Collateral-Management einsetzt. Außerdem nennt er SGX als Datenanbieter, der DataLink nutzt, sowie Asset-Manager wie State Street und Fidelity International, die über Chainlink im Backend unterstützt würden. „Die genannten Beispiele sind nur eine kleine Zahl jüngerer Fälle, während im gesamten TradFi-Ökosystem an vielen weiteren gearbeitet wird, von Zahlungen über tokenisierte Aktien bis hin zu tokenisierten Fonds“, schrieb Nazarov. Diese On-Chain-Finance-Anwendungen benötigten mehrere Chainlink-Komponenten gleichzeitig.

Für Nazarov läuft die Entwicklung auf eine engere Verzahnung von DeFi und traditionellen Finanzinstitutionen hinaus. Er beschreibt eine nächste Phase, in der führende DeFi-Anwendungen und große TradFi-Akteure über gemeinsame On-Chain-Standards, Interoperabilitätsverbindungen sowie Daten- und Identitäts-Oracles zusammenarbeiten. „Die einzelnen Probleme dieser Märkte zu lösen, ist bereits spannend“, schrieb er. „Aber dabei zu helfen, sie zu einem neuen globalen Finanzsystem zusammenzuführen, ist etwas, woran ich und viele andere in unserem Ökosystem schon seit einiger Zeit arbeiten.“

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