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IOTA trifft Nigerias Handelsministerin zu ADAPT-Initiative

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Nigeria rückt im ADAPT-Rollout der IOTA Foundation stärker in den Vordergrund. Nach einem Treffen zwischen der nigerianischen Handelsministerin Dr. Jumoke Oduwole, dem Tony Blair Institute for Global Change und IOTA geht es um die praktische Umsetzung digitaler Handelsinfrastruktur für grenzüberschreitenden Handel in Afrika. Parallel ordnet IOTA die jüngsten Schritte als frühe, aber relevante Signale staatlicher und unternehmerischer Adoption ein.

Nigeria rückt ADAPT-Pilot mit IOTA in den Fokus

Die nigerianische Handelsministerin Dr. Jumoke Oduwole machte das Treffen auf X öffentlich und beschrieb es als Teil der Arbeiten an ADAPT, der „Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade“-Initiative. „Gestern habe ich eine Delegation des Tony Blair Institute for Global Change und der IOTA Foundation empfangen, angeführt von der TBI-Landesdirektorin für Nigeria, Obianuju Uchenna, und Senior Advisor Alban Odhiambo“, schrieb Oduwole. Im Mittelpunkt stand demnach die Frage, wie grenzüberschreitender Handel über digitale Infrastruktur effizienter werden kann.

Oduwole stellte ADAPT dabei ausdrücklich in den Kontext der AfCFTA, der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone. „Wir haben darüber gesprochen, den grenzüberschreitenden Handel durch ADAPT zu straffen – eine strategische Initiative des AfCFTA-Sekretariats zur Operationalisierung des Protokolls über digitalen Handel“, schrieb die Ministerin. „Diese kritische Infrastruktur wird Handelskosten senken, die Zollabfertigung beschleunigen und neue Märkte für nigerianische Unternehmen erschließen.“ IOTA reagierte kurz darauf ebenfalls auf X und erklärte: „Wir hatten gestern ein sehr gutes Treffen, um ADAPT zu besprechen.“

Nigeria gehört neben Kenya und Marokko zu den ersten drei Ländern, in denen ADAPT umgesetzt werden soll. IOTA hatte am 19. Mai erklärt: „Kenya, Nigeria und Marokko wurden als erste Länder ausgewählt, um ADAPT umzusetzen – die Africa Digital Access and Public Infrastructure for Trade-Initiative.“ Die Auswahl sei nach einem Prozess erfolgt, der politisches Commitment, regulatorische Bereitschaft, Reifegrad digitaler Infrastruktur und Einbindung des Privatsektors berücksichtigt habe. Für Nigeria ist die Anbindung an ein kontinentales Handelsframework besonders relevant, weil ADAPT digitale Identität, grenzüberschreitenden Datenaustausch und interoperable Zahlungen in einer gemeinsamen Grundlage zusammenführen soll.

IOTA betont frühe Signale staatlicher Adoption

Die IOTA Foundation beschreibt ADAPT als Infrastrukturprojekt, das Papierprozesse im Handel durch verifizierbare digitale Nachweise ersetzen soll. In einem früheren Blogbeitrag hieß es: „Die unmittelbare Priorität liegt darauf, Live-Datenaustausch über Grenzen hinweg zu ermöglichen und Handelsdokumentation direkt an der Quelle zu digitalisieren, wobei papierbasierte Prozesse durch verifizierte, manipulationssichere digitale Aufzeichnungen ersetzt werden.“ Zudem sollen die drei Pilotländer regulatorische Rahmenwerke für digitale Währungen, einschließlich Stablecoins, testen, um schnellere und günstigere grenzüberschreitende Abwicklungen vorzubereiten.

Dominik Schiener, Mitgründer und Vorsitzender der IOTA Foundation, verknüpfte ADAPT in dem Blogbeitrag mit der langfristigen Digitalisierung afrikanischer Handelsprozesse. „Afrika hat eine einzigartige Gelegenheit, fragmentierte, papierbasierte Handelssysteme zu überspringen und eine digitale Vertrauensinfrastruktur aufzubauen, die für die Zukunft konzipiert ist“, sagte Schiener. „ADAPT digitalisiert nicht nur Prozesse, sondern schafft auch eine gemeinsame, interoperable Grundlage, auf der Handelsdaten vertrauenswürdig, überprüfbar und sicher über Grenzen hinweg ausgetauscht werden können. Wir sind stolz darauf, unsere Technologie und Expertise zu einem Meilenstein beizutragen, der nicht nur den digitalen Handel voranbringt, sondern auch die umfassendere Vision eines wirklich integrierten afrikanischen Marktes.“

Karen O’Brien, Chief Marketing Officer der IOTA Foundation, ordnete die jüngsten Meldungen am 2. Juni auf X als frühe Phase eines längeren Adoptionspfads ein. „Eine große Herausforderung bei der Einführung durch Unternehmen und Regierungen im globalen Handel besteht darin, dass die sichtbarsten Kennzahlen oft zuletzt kommen“, schrieb O’Brien. „On-Chain-Aktivität ist wichtig. Aber bevor man dort ankommt, gibt es andere Fortschrittssignale: unterzeichnete Partnerschaften, aktivierte Handelskorridore, eingebundene Regierungen, integrierte Systeme, digitalisierte Dokumente, implementierte Compliance-Workflows und freigesetzte Handelsfinanzierung.“ In einem weiteren Post ergänzte sie: „Der Punkt ist, dass Enterprise-Adoption nicht mit Transaktionsvolumen beginnt. Wir haben gerade die ersten drei von 55 Ländern angekündigt, die an ADAPT teilnehmen. Das ist ein wichtiger Meilenstein, aber der Beginn einer Reise, nicht ihr Ende.“

Für IOTA liegt die Bedeutung des Nigeria-Termins damit weniger in kurzfristig messbaren On-Chain-Daten als in der institutionellen Verankerung von ADAPT. Der nächste Prüfstein wird sein, wie schnell aus Treffen, Länderforen und Systemintegrationen produktive Handelsabläufe entstehen. Kenya liefert bereits einen Hinweis auf die operative Richtung: IOTA schrieb am 1. Juni, man habe dort „34 verschiedene Regierungssysteme“ angebunden, deren Daten „auf die Chain“ gebracht, „verifizierbar“ und „teilbar“ gemacht würden. Für Nigeria dürfte nun entscheidend sein, ob sich dieser Ansatz in Zollabwicklung, Handelsdokumentation und grenzüberschreitender Datenverfügbarkeit praktisch skalieren lässt.

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