StartNewsCardano-Voting endet mit gemischtem Signal für IOs 2026-Roadmap

Cardano-Voting endet mit gemischtem Signal für IOs 2026-Roadmap

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Cardanos DReps haben nach dem Fristablauf am 24. Mai 2026 nur den Kern des mit Input Output verbundenen Treasury-Pakets ratifiziert. Gegenstand waren neun IO-nahe On-Chain-Treasury-Withdrawal-Proposals, nicht der breitere Intersect-Advisory-Budget-Prozess. IO hatte das Paket als reduzierten Antrag für 2026 positioniert: 46,8 Millionen US-Dollar gegenüber 97,5 Millionen US-Dollar im Vorjahr, verteilt auf Vorhaben zu Skalierung, Dezentralisierung und stärker spezialisierten Umsetzungspartnern.

DReps stützen Cardanos Kern, nicht IOs Paket

Fünf der neun IO-verknüpften Vorschläge wurden ratifiziert: „Developer Experience“, „Cardano Upgrades“, „Consensus/Leios“, „High Assurance“ und „Maintenance“. Vier weitere Vorlagen liefen ohne Ratifizierung aus: „L2 Scalability“, „Plutus“, „Pogun“ und „Blockfrost“. In der Abstimmungsbilanz lässt sich der Kern der Entscheidung so zusammenfassen: „Die DReps genehmigten den zentralen IO-Infrastruktur-Stack, lehnten aber mehrere angrenzende Wachstums- und Ökosystem-Infrastrukturvorschläge ab oder ließen sie auslaufen.“

Damit erhielt IO keine pauschale Bestätigung seiner gesamten 2026-Roadmap. Die Zustimmung konzentrierte sich auf die Bereiche, die unmittelbar mit der Kontinuität der Basisschicht verbunden sind: Konsensentwicklung, Wartung, formale Absicherung, Protokoll-Upgrades und Entwicklererfahrung. Besonders deutlich fiel die Zustimmung beim Konsens-Vorschlag aus. AdaStat führte die „IO: Consensus Initiative“ als ratifiziert; der angezeigte Stand lag bei 88,02 Prozent Ja-Stimmen und 11,98 Prozent Nein-Stimmen. IO beschrieb die Leios-bezogene Arbeit als „größte technische Initiative im Portfolio“, ausgerichtet auf höheren L1-Durchsatz und bessere Settlement-Performance.

Auch „Cardano Upgrades“ erhielt mit 86,45 Prozent Ja-Stimmen und 13,55 Prozent Nein-Stimmen klare Unterstützung. Der Vorschlag umfasst drei Plattform-Upgrades: Erweiterungen bei Account-Adressen beziehungsweise CIP-159-Micro-Fees, ein Multi-Asset-Treasury-Design und Babel Fees. Die „Cardano Maintenance Initiative“ von IO und Ensurable Systems, der größte Einzelposten des Pakets, wurde laut AdaStat ebenfalls ratifiziert, mit 82,33 Prozent Ja-Stimmen. Sie deckt Kernnetzwerk-Wartung, Bugfixes, Security-Patches, Release-Support, Infrastrukturunterstützung und operative Kontinuität ab. In der Sache lautet die Botschaft der Abstimmung: „Die Rolle von IO in der Cardano-Kernentwicklung bleibt erhalten; die DReps finanzierten aber nicht jeden angrenzenden Arbeitsstrang aus der Treasury.“

Plutus scheitert knapp, Leios erhält Zuspruch

Der deutlichste Grenzfall war „IO & VacuumLabs: Enhancing Plutus“. Der Vorschlag sollte Verbesserungen an Plutus in den Bereichen Performance, Korrektheit, Sicherheit und Entwicklerwerkzeuge finanzieren; die Verantwortung sollte bis Ende 2026 schrittweise stärker in Richtung VacuumLabs übergehen. Trotz 66,78 Prozent Ja-Stimmen und 33,22 Prozent Nein-Stimmen lief die Vorlage aus. Das macht Plutus zum knappsten Fehlschlag der Runde. Die Abstimmungsbilanz bringt die Nuance auf den Punkt: „Plutus erreichte 66,78 Prozent Zustimmung, lief aber dennoch aus. Damit war es der klarste Beinahe-Erfolg dieser Abstimmungsrunde.“

Im Unterschied dazu fielen andere abgelehnte oder ausgelaufene Vorschläge deutlich schwächer aus. „IO & Midgard Labs: L2 Scalability Initiative“ umfasste Produktionshärtung für Hydra, Midgard-Mainnet-Arbeiten und L2-agnostische Infrastruktur. AdaStat führte die Vorlage trotz Kennzeichnung als approved/constitutional als ausgelaufen; der angezeigte Stand lag bei 31,45 Prozent Ja- und 68,55 Prozent Nein-Stimmen. „Pogun: Capital Without Compromise“, IOs Bitcoin-DeFi-Vorschlag für einen End-to-End-Stack aus Kredit-, Yield- und BitVM-Bridge-Komponenten, erreichte 35,69 Prozent Zustimmung. IO hatte den Treasury-Antrag als investitionsähnliche Struktur beschrieben, bei der ein Teil der Erträge an die Cardano-Treasury zurückfließen sollte.

Noch deutlicher scheiterte „Blockfrost: Maintenance and Next Generation Indexing“ mit 24,17 Prozent Ja- und 75,83 Prozent Nein-Stimmen. Der Antrag bezog sich auf Project Cayley, eine nächste Generation dezentraler Indexing-Architektur, sowie auf eine Subvention für den kostenlosen Community-Tier von Blockfrost. Gleichzeitig wurde die „Cardano High Assurance Technical Collaboration“ mit 84,23 Prozent Zustimmung ratifiziert; sie soll Werkzeuge für formale Verifikation, Sicherheit und entwicklerzugängliche High-Assurance-Infrastruktur finanzieren. Die „Developer Experience Initiative“ passierte mit 67,90 Prozent Ja-Stimmen vergleichsweise knapp und soll ein sechsmonatiges Programm für Tooling, Dokumentation und Onboarding finanzieren, mit dem Ziel einer mehr als 30-prozentigen Verbesserung der Entwicklerwachstumsrate.

Das Ergebnis teilt die IO-Roadmap für 2026 in zwei Bereiche. Cardanos L1-Skalierung über Leios, Kernwartung, formale Absicherung, Protokoll-Upgrades und Entwicklererfahrung haben Treasury-Rückhalt. Teile des Smart-Contract-Toolings, der L2-Expansion, der Bitcoin-DeFi-Strategie und der Dateninfrastruktur müssen dagegen überarbeitet, erneut eingereicht, privat finanziert oder in einen anderen Prozess verschoben werden. Die Abstimmung stützt IOs Dezentralisierungsnarrativ nur teilweise: DReps akzeptierten den Ansatz spezialisierter Partner in mehreren Kernbereichen, zogen aber bei anderen IO-nahen Arbeitssträngen eine klare Finanzierungslinie.

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