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White House: Große Bitcoin-Reserve-Ankündigung kommt bald

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Im Weißen Haus und im US-Kongress verdichten sich die Signale für den nächsten Schritt hin zu einer strategischen Bitcoin-Reserve. Auf der Bitcoin2026-Konferenz in Las Vegas kündigten Vertreter der Exekutive und des Kongresses an, dass in den kommenden Wochen sowohl eine größere Ankündigung aus dem Weißen Haus als auch ein neuer Gesetzesanlauf im Repräsentantenhaus bevorstehen. Grundlage ist ein Executive Order von Präsident Donald Trump vom 6. März 2025, das bereits eine Strategic Bitcoin Reserve und einen separaten US Digital Asset Stockpile geschaffen hatte.

Weisses Haus deutet Bitcoin-Vorstoss an

Patrick Witt, Berater des Weißen Hauses, sagte auf einem Panel der Konferenz, die Regierung arbeite seit Unterzeichnung des Dekrets daran, die rechtlichen und operativen Grundlagen auszuarbeiten. „Der Präsident hat im vergangenen Jahr die Executive Order zur Strategic Bitcoin Reserve unterzeichnet, und wir haben uns an die Arbeit gemacht, genau die Mechanismen und rechtlichen Auslegungen zu bestimmen, die wir brauchen, um das richtig umzusetzen, zu festigen und die digitalen Vermögenswerte, insbesondere aber Bitcoin, auf der Bilanz der Regierung zu schützen“, sagte Witt.

Witt stellte zudem eine kurzfristige Ankündigung in Aussicht. „In den nächsten Wochen werden wir eine große Ankündigung machen. Ich denke, wir haben hier einen kleinen Durchbruch erzielt, und natürlich muss das anschließend gesetzlich verankert werden“, sagte er. Nach seiner Darstellung sieht die Regierung Spielraum, „von Seiten der Exekutive in den nächsten Wochen einen großen Schritt nach vorn“ zu gehen. Unklar blieb zunächst, worin dieser „Durchbruch“ konkret besteht; aus dem vorliegenden Quellenmaterial geht dazu keine weitergehende Detailtiefe hervor.

Der Hintergrund ist klarer umrissen. Das Executive Order vom 6. März 2025 etablierte laut den vorliegenden Angaben sowohl die Strategic Bitcoin Reserve als auch einen separaten Bestand für andere digitale Vermögenswerte. Zudem legte es fest, dass eingezogene staatliche Bitcoin, die in die Reserve überführt werden, „nicht verkauft werden dürfen“. Finanzministerium und Handelsministerium wurden zugleich beauftragt, haushaltsneutrale Strategien zu entwickeln, um zusätzliche Bitcoin zu erwerben, ohne „zusätzliche Kosten für die Steuerzahler“ zu verursachen.

Neuer ARMA-Anlauf für US-Bitcoin-Reserve

Parallel dazu kündigte Nick Begich, republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus und Mitautor des Gesetzesvorhabens, einen neuen Anlauf im Kongress an. „Der Bitcoin Act kam im 118. Kongress auf. Senatorin Lummis hat ihn im 118. Kongress eingebracht. Ihr Büro und ich haben gemeinsam an einigen Überarbeitungen gearbeitet, an einigen wichtigen Überarbeitungen dieser Gesetzgebung, und ich habe ihn im Repräsentantenhaus eingebracht“, sagte Begich. Senatorin Cynthia Lummis, republikanische Senatorin aus Wyoming, habe den Text im 119. Kongress erneut im Senat eingebracht.

Laut Begich wird die überarbeitete Fassung nun unter neuem Namen vorgelegt. „Wir haben mit dem Financial Services Committee an Aktualisierungen dieses Gesetzes gearbeitet und planen, es als American Reserves Modernization Act, kurz ARMA, erneut einzubringen“, sagte er. Zur Begründung fügte er hinzu: „Die Umbenennung ist wichtig, weil die Menschen im Kongress und im ganzen Land verstehen müssen, was wir tatsächlich erreichen wollen. Wir wollen sicherstellen, dass Bitcoin als das Reserve-Asset behandelt wird, das es ist.“

Begich beschrieb auch die inhaltliche Stoßrichtung des Vorhabens genauer. „Wir wollen sicherstellen, dass wir einen Ort haben, an dem unser Bitcoin aufbewahrt wird, dass dieser Bitcoin über einen langen Zeitraum gehalten wird und dass verhindert wird, dass er belastet wird“, sagte er. „Man soll also nicht dagegen leihen können, und wir dürfen nicht zulassen, dass das politische Pendel, das wir in den Vereinigten Staaten so oft sehen, unsere Reservepolitik in Bezug auf Bitcoin beeinflusst.“ Zudem solle das Gesetz Behördenbestände identifizieren und diese „in einer Weise verwahren, die seinem Reserve-Status entspricht“. Begich sagte weiter, aus Gesprächen mit Mitgliedern des Financial Services Committee und anderer relevanter Ausschüsse habe es „sehr gutes Feedback“ dazu gegeben, welche Anpassungen für eine Zustimmung nötig seien.

Damit zeichnet sich in Washington ein zweigleisiger Vorstoß ab: kurzfristig ein möglicher Schritt der Exekutive zur Absicherung oder Ausgestaltung der bestehenden Bitcoin-Reserve, mittelfristig ein neuer legislativer Versuch zur Verankerung im Bundesrecht.

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