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Solana-Mainnet erhält P-Token-Upgrade für mehr Blockspace

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Solana hat P-Token auf dem Mainnet aktiviert. Die von Anza entwickelte, compute-optimierte Neuimplementierung des bestehenden SPL-Token-Programms soll Token-Transfers und andere Standard-Operationen deutlich effizienter machen, ohne dass Entwickler ihre bestehenden Clients oder Program-ID-Integrationen umstellen müssen.

Solana aktiviert P-Token auf dem Mainnet

Solana meldete auf X die Einführung knapp: „P-Token von Anza ist jetzt auf dem Mainnet live.“ Anza, ein zentraler Entwickler im Solana-Ökosystem, konkretisierte anschließend, dass SIMD-0266 in Epoche 971 aktiviert wurde. Die Änderung „ersetzt das aktuelle SPL-Token-Programm durch eine neue compute-optimierte Version namens p-token“ und setzt für Validatoren mindestens Agave v3.1.7 sowie FD v0.812.30108 voraus.

Technisch handelt es sich nicht um ein neues Token-Standard-Branding für Nutzer, sondern um einen Austausch der zugrunde liegenden Programmlogik. Anza beschreibt P-Token als „eine optimierte Neufassung des SPL-Token-Programms für Solana, jetzt live auf dem Mainnet“. Weiter heißt es: „Token-Instruktionen sind etwa 96 Prozent günstiger beim Compute-Verbrauch, wodurch 12 bis 13 Prozent mehr Blockspace für das Netzwerk frei werden, ohne die Blocklimits zu verändern.“

Der Vorschlag SIMD-0266 formuliert den Kern der Umstellung als direkten Ersatz des bisherigen SPL-Token-Programms unter der bekannten Program-ID TokenkegQfeZyiNwAJbNbGKPFXCWuBvf9Ss623VQ5DA durch eine CU-optimierte Implementierung. „p-token ist eine effiziente Like-for-like-Neuimplementierung des Token-Programms. Es ist no_std, nimmt also keine Heap-Speicherallokationen im Programm vor, und nutzt Zero-Copy-Zugriff für Instruktions- und Account-Daten.“ Weil Instruktions- und Account-Layout gleich bleiben, soll P-Token als Drop-in-Replacement funktionieren.

Warum Token-Transfers nun weniger Compute kosten

Der wirtschaftliche und technische Hebel liegt im Compute-Budget pro Block. Im SIMD-Vorschlag heißt es: „Etwa zehn Prozent der Block-Compute-Units werden durch Instruktionen des Token-Programms genutzt. Wenn die von Token-Instruktionen verbrauchten CUs sinken, entsteht Blockspace für andere Transaktionen.“ Als Beispiel rechnet der Vorschlag vor, dass eine Reduktion des CU-Verbrauchs auf ein Zwanzigstel aus zehn Prozent Blockauslastung nur noch 0,5 Prozent machen würde, was einem Blockspace-Gewinn von 9,5 Prozent entspräche.

Die Effizienzgewinne sind besonders bei häufig genutzten Token-Instruktionen sichtbar. Der SIMD-Vorschlag nennt für einen einfachen Transfer 4.645 CUs im bisherigen SPL-Token-Programm gegenüber 76 CUs bei P-Token; TransferChecked sinkt von 6.200 auf 105 CUs. Bei MintTo stehen 4.538 CUs zuvor 119 CUs gegenüber, bei CloseAccount 2.916 CUs zuvor 120 CUs. Relevant ist das vor allem, weil TransferChecked laut Nutzungsverteilung 36,33 Prozent der Token-Instruktionen ausmacht, Transfer 13,22 Prozent und CloseAccount 12,23 Prozent.

Für Entwickler ist zudem die neue Batch-Instruktion zentral. Anza schrieb: „Entwickler nutzen dieselbe Program-ID und dieselben Clients, nur mit massiv reduziertem Compute-Verbrauch und neuen Batching-Funktionen.“ Im SIMD-Vorschlag heißt es dazu: „Diese neue Instruktion kann eine variable Anzahl von Token-Instruktionen in einem einzigen Aufruf des Token-Programms ausführen. Dadurch werden die Basis-CPI-Invoke-Units, derzeit 1.000 CU, nur einmal verbraucht statt für jede einzelne CPI-Instruktion.“ Das ist vor allem für DeFi-Protokolle relevant, die in einer Transaktion mehrere Token-Operationen ausführen, etwa bei Swaps oder LP-Deposits.

P-Token ist damit eine infrastrukturelle Änderung mit unmittelbarer Wirkung auf die Ausführungskosten innerhalb des Solana-Netzwerks. Die Umstellung soll bestehende Integrationen beibehalten, aber Compute-Verbrauch bei Token-Operationen massiv reduzieren. Anza verweist für die Verhaltensgleichheit auf bestehende SPL-Token-Test-Fixtures, Fuzzing mit Firedancer-Tooling, Audits von Neodyme und Zellic sowie formale Verifikation; im SIMD-Dokument wird zugleich festgehalten, dass wegen möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen eine Validator-Abstimmung vorgesehen war.

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