StartNewsVanEck: Bitcoin erholt sich, aber Mining-Sektor steht vor Umbruch

VanEck: Bitcoin erholt sich, aber Mining-Sektor steht vor Umbruch

Veröffentlicht am

spot_img

VanEck sieht die jüngste Bitcoin-Erholung als Rally mit ungewöhnlich wenig Derivate-Hebel. In der „Mid-May 2026 Bitcoin ChainCheck“-Analyse vom 22. Mai schreiben Patrick Bush, Senior Investment Analyst für Digital Assets bei VanEck, und Matthew Sigel, Head of Digital Assets Research des Hauses, dass Bitcoin trotz eines historischen Rückgangs der Hashrate um 11,8 Prozent im Monatsvergleich auf rund 78.272 US-Dollar gestiegen sei. VanEck weist in der Analyse darauf hin, selbst ein Exposure zu Bitcoin zu halten.

VanEck: Bitcoin-Rally läuft ohne großen Hebel

„Bitcoin erholte sich um 11,8 Prozent im Monatsvergleich auf rund 78.272 US-Dollar, aber das Open Interest bei Optionen blieb unverändert und die Put-Prämien brachen um 51 Prozent ein“, schreiben Bush und Sigel. „Das deutet darauf hin, dass die Rally vom Spotmarkt getragen wird und nicht von Hebelpositionen.“ Der Spot-Schlusskurs am 14. Mai lag nach VanEck-Angaben bei 81.394 US-Dollar, während die Stimmung bei Perpetual Futures trotz der Erholung vorsichtig blieb.

Besonders auffällig ist für VanEck die Zurückhaltung im Derivatemarkt. Die 30-Tage-Durchschnittsbasis annualisiert fiel auf minus 0,45 Prozent, nach 1,27 Prozent im Vormonat und 3,16 Prozent ein Jahr zuvor. „Das Open Interest bei Optionen ist während der BTC-Erholung flach geblieben und bestätigt damit, dass die Rally vom Spotmarkt und nicht von gehebelten Optionspositionen getrieben ist“, heißt es in der Analyse. „Das gesamte Options-Open-Interest stieg nur um 0,8 Prozent im Monatsvergleich auf 33,0 Milliarden US-Dollar und liegt im 18. Perzentil des vergangenen Jahres.“

Auch die Optionspreise stützen diese Lesart. VanEck beziffert die gezahlten Put-Prämien über 30 Tage auf 281,8 Millionen US-Dollar, ein Rückgang um 51 Prozent gegenüber dem Vormonat, während Call-Käufe nur um 8 Prozent sanken. „Die implizite Volatilität ist über die einmonatige Optionskurve historisch günstig“, schreiben die Analysten. „Die einmonatige Call-IV von 37 Prozent fiel um 8,2 Prozentpunkte im Monatsvergleich und liegt nun im dritten Perzentil aller Beobachtungen.“ Parallel stieg die Netzwerkaktivität: Tägliche Transaktionen lagen im Schnitt bei rund 590.000, plus 9,2 Prozent im Monatsvergleich und 46,4 Prozent im Jahresvergleich, während aktive und neue Adressen deutlich unter Vorjahresniveau blieben.

Hashrate-Rückgang rückt staatliche Miner in den Fokus

Der zweite Schwerpunkt der Analyse ist der anhaltende Rückgang der Bitcoin-Hashrate. „Der Hashrate-Rückgang, der Mitte November begann, ist kein Ausreißer mehr; er stellt nun den längsten und tiefsten anhaltenden Rückgang in der industriellen Mining-Ära von Bitcoin dar“, schreiben Bush und Sigel. „Der 30-Tage-Durchschnitt der Hashrate liegt bei 964 EH/s, 13,2 Prozent unter dem am 11. November 2025 erreichten Hoch von 1.110 EH/s; der Rückgang läuft bereits seit 187 Tagen.“ Die Mining Difficulty zeigt nach VanEck dasselbe Muster und liegt 12,7 Prozent unter ihrem Hoch vom 27. November 2025.

VanEck führt den strukturellen Teil dieser Entwicklung vor allem auf US-börsennotierte Miner zurück, die Stromkapazitäten zunehmend für KI- und High-Performance-Computing-Rechenzentren nutzen. Die elf größten öffentlich gehandelten US-Bitcoin-Miner reduzierten ihre installierte Hashrate zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 zusammen um rund 6,8 EH/s auf 287,1 EH/s. „Dies ist keine vorübergehende Drosselung, sondern ein vollständiger Pivot weg vom Bitcoin-Mining, der diese Stromstandorte dauerhaft aus dem Bitcoin-Netzwerk entfernt“, heißt es bei VanEck. „Miner schalten ihre Geräte nicht ab, weil die Bitcoin-Ökonomie vorübergehend unattraktiv ist. Sie unterzeichnen Mietverträge über zehn bis 15 Jahre mit Hyperscalern mit Investment-Grade-Profil.“

In dieser Lücke sieht VanEck staatliche oder staatsnahe Miner als naheliegende Nachfolger. Russland wird in der Analyse mit geschätzten 13 bis 17 Prozent der globalen Hashrate genannt, gestützt durch sibirische Wasserkraft und Erdgas; zugleich hätten höhere inländische Stromkosten das Wachstum seit 2025 gebremst. Als weitere Beispiele nennt VanEck Golfstaaten mit ungenutztem Gas, Bhutan mit Wasserkraftüberschüssen sowie Äthiopiens im Februar 2024 unterzeichnete Absichtserklärung über 250 Millionen US-Dollar mit der in Hongkong ansässigen West Data Group. „Diese Motivation dürfte sich über Bitcoin-Preiszyklen hinweg als dauerhafter erweisen, anders als die Ökonomie des Unternehmens-Minings“, schreiben Bush und Sigel. „Wenn US-börsennotierte Miner Flotten abbauen, um KI-Rechenzentren zu errichten, werden ältere ASIC-Generationen in belastete Sekundärmärkte fließen, wo staatliche und staatsnahe Käufer mit günstigem Strom und langen Zeithorizonten die natürlichen Erwerber sind. Wir glauben, dass die Hardware die Energie finden wird.“

Für VanEck liegt die zentrale Aussage der Mai-Analyse damit in der Trennung zweier Entwicklungen: Der Bitcoin-Preis erholt sich derzeit vor allem über Spotnachfrage und ohne ausgeprägten Derivate-Hebel, während die Mining-Landschaft durch den KI-Pivot großer US-Miner strukturell neu geordnet wird. Der Hashrate-Rückgang wird in dieser Lesart nicht primär als kurzfristiges Stresssignal gewertet, sondern als Hinweis darauf, dass langfristige Stromverträge für KI-Infrastruktur Kapazität dauerhaft aus dem Bitcoin-Netzwerk ziehen. Staatliche Akteure mit überschüssiger oder schwer vermarktbarer Energie rücken dadurch stärker in den Fokus der globalen Hashrate-Verteilung.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

About Me

AI Crypto News logo
More Posts

Hodl Herald ist der schnellste und ehrlichste Reporter im gesamten Krypto-Universum. Mit leuchtenden Bitcoin- und Ethereum-Augen scannt er rund um die Uhr Nachrichten, On-Chain-Daten und Experten-Meinungen – immer cool, immer faktenbasiert und komplett immun gegen Hype. Keine Moonboy-Versprechen, keine Fake-Analysten, keine bezahlten Shills. Nur verifizierte Analysen von echten Branchengrößen oder renommierten Research-Häusern.

Natürlich ist selbst der beste KI-Journalist nicht perfekt. Deshalb wird jeder einzelne Artikel vor der Veröffentlichung von unserem menschlichen Chefredakteur gründlich geprüft, faktencheckt, korrigiert und freigegeben.

So kombinieren wir die unglaubliche Geschwindigkeit und Präzision von KI mit echter menschlicher Verantwortung und journalistischer Sorgfalt.Hodl Herald steht für eine neue Ära des Krypto-Journalismus: schnell, transparent, unabhängig und vertrauenswürdig.

Hodl on – die Zukunft hat einen Roboter.

QuelleVanEck

Neueste Artikel

CryptoQuant: Bitcoin fällt in Bottoming-Zone, aber der finale Boden fehlt noch

Bitcoin zeigt laut CryptoQuant erste Anzeichen einer Marktbereinigung. Für ein belastbares Bodensignal müsste der 365-Tage-Schnitt jedoch stärker fallen.

Ripple und XRPL unter Druck: Schwartz schlägt Schutz vor Sandwich-Attacken vor

David Schwartz schlägt ein Reservierungssystem für XRPL-Transaktionen vor, das Front Running und Sandwich-Angriffe durch feste Ausführungsplätze eindämmen soll.

CZ warnt: EU schneidet Nutzer von bester Krypto-Liquidität ab

Binance steht vor der MiCA-Frist ohne EU-Lizenz. CZ kritisiert den Kurs der EU und warnt vor dem Verlust globaler Liquidität für Nutzer in Europa.

IOTA Foundation baut Team ab und setzt auf TWIN

Die IOTA Foundation streicht Stellen, um Kosten zu senken und die Laufzeit zu verlängern. Im Fokus steht TWIN als Umsatzsäule für Handelsinfrastruktur.

Ähnliche Artikel

CryptoQuant: Bitcoin fällt in Bottoming-Zone, aber der finale Boden fehlt noch

Bitcoin zeigt laut CryptoQuant erste Anzeichen einer Marktbereinigung. Für ein belastbares Bodensignal müsste der 365-Tage-Schnitt jedoch stärker fallen.

Ripple und XRPL unter Druck: Schwartz schlägt Schutz vor Sandwich-Attacken vor

David Schwartz schlägt ein Reservierungssystem für XRPL-Transaktionen vor, das Front Running und Sandwich-Angriffe durch feste Ausführungsplätze eindämmen soll.

CZ warnt: EU schneidet Nutzer von bester Krypto-Liquidität ab

Binance steht vor der MiCA-Frist ohne EU-Lizenz. CZ kritisiert den Kurs der EU und warnt vor dem Verlust globaler Liquidität für Nutzer in Europa.