Die US-Regierung will in den kommenden Wochen neue Details zur geplanten Strategic Bitcoin Reserve vorstellen. Patrick Witt, Krypto-Berater des Weißen Hauses, stellte bei Consensus 2026 in Miami eine entsprechende Ankündigung in Aussicht und rückte dabei vor allem die sichere Verwahrung staatlich kontrollierter Digital Assets in den Mittelpunkt.
US-Bitcoin-Reserve: Vorstellung in wenigen Wochen
Patrick Witt, Krypto-Berater des Weißen Hauses, sagte am Mittwoch bei Consensus 2026 in Miami, die Arbeiten an der US Strategic Bitcoin Reserve, kurz SBR, seien deutlich vorangekommen. Die Regierung bereite nun eine öffentliche Darstellung des bisherigen Fortschritts und der nächsten Schritte vor. „Wir haben enorme Fortschritte gemacht, die gewissermaßen im Hintergrund stattgefunden haben, und wir werden in den nächsten Wochen eine Ankündigung machen, in der wir genau darlegen, welche Fortschritte erzielt wurden und wohin es von hier aus geht“, sagte Witt.
Witt bezog sich dabei auch auf einen jüngeren Sicherheitsvorfall rund um Vermögenswerte, die beim US Marshals Service lagen. „Wie viele der Anwesenden vielleicht gesehen haben, gab es vor ein oder zwei Monaten einen Exploit bei bestimmten Vermögenswerten, die von den US Marshals gehalten wurden. Wir haben die Arbeit an der SBR, dem Bestand an digitalen Vermögenswerten, natürlich nicht mit Blick darauf begonnen, aber selbstverständlich mit dem Gedanken, dass wir diese Vermögenswerte angemessen sichern müssen“, sagte er. Der Vorfall sei damit ein Beispiel dafür, weshalb die Einrichtung der Reserve und strengere Vorgaben für Behörden aus Sicht der Regierung notwendig seien.
JUST IN: TRUMP WHITE HOUSE JUST CONFIRMED A STRATEGIC #BITCOIN RESERVE ANNOUNCEMENT IS COMING „WITHIN WEEKS“
„TREMENDOUS PROGRESS HAS BEEN MADE“
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— The Bitcoin Historian (@pete_rizzo_) May 6, 2026
Bereits wenige Tage zuvor hatte Witt bei Bitcoin 2026 in Las Vegas ein größeres Update angekündigt. Auf einem Panel im Venetian Resort sagte er, die Regierung habe monatelang an den rechtlichen Auslegungen gearbeitet, die nötig seien, um Bitcoin auf der staatlichen Bilanz zu schützen. „Der Präsident hat im vergangenen Jahr die Executive Order zur Strategic Bitcoin Reserve unterzeichnet, und wir haben daran gearbeitet, genau die Mechanismen und rechtlichen Interpretationen zu bestimmen, die wir brauchen, um das richtig umzusetzen, zu festigen und die digitalen Vermögenswerte, insbesondere Bitcoin, die wir auf der Regierungsbilanz haben, zu schützen“, sagte Witt.
Witt nennt Verwahrung als zentralen nächsten Schritt
Der Schwerpunkt der kommenden Ankündigung dürfte nach Witts Darstellung auf Verwahrung, Zuständigkeiten und operativer Absicherung liegen. „Die Verwahrung ist bei digitalen Vermögenswerten einzigartig“, sagte er in Miami. „Es ist ein konkreter Fall, der zeigt, warum es so notwendig war, dass der Präsident die SBR eingerichtet und die Behörden angewiesen hat, diese Vermögenswerte sehr ernst zu nehmen und ordnungsgemäß zu schützen.“
Der von Witt angesprochene Exploit bezieht sich auf den Fall John Daghita, der online auch als „John“ oder „Lick“ bekannt ist. Der Blockchain-Ermittler ZachXBT brachte die Persona „John/Lick“ mit Wallets in Verbindung, die Gelder aus US-regierungskontrollierten Krypto-Adressen bewegten. TRM Labs, ein auf Blockchain-Intelligence spezialisiertes Unternehmen, erklärte später, Daghita sei in Saint Martin in einer gemeinsamen Operation der französischen Gendarmerie und des FBI festgenommen worden; Behörden werfen ihm vor, Kryptowährungen aus Wallets gestohlen zu haben, die mit dem US Marshals Service verbunden waren.
Nach der Zusammenfassung von TRM führte die Untersuchung einen Teil der Aktivitäten auf Kryptowährungen zurück, die im Zusammenhang mit dem Bitfinex-Hack von 2016 beschlagnahmt worden waren. TRM bezifferte den aus einer US-regierungskontrollierten Wallet stammenden Anteil der nachverfolgten Gelder auf rund 24,9 Millionen US-Dollar. ZachXBT schrieb, Daghita habe mehr als 46 Millionen US-Dollar an beschlagnahmten Krypto-Assets entwendet, indem er Zugang bei CMDSS missbraucht habe, dem Unternehmen seines Vaters, das einen Vertrag mit dem US Marshals Service hielt. Witt machte in Las Vegas zugleich deutlich, dass ein Schritt der Exekutive allein nicht das Ende des Prozesses wäre: „In den nächsten Wochen werden wir eine große Ankündigung machen. Ich denke, wir haben dort eine Art Durchbruch erzielt, und offensichtlich muss darauf Gesetzgebung folgen.“
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