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Tokenlon unter Druck: ZachXBT erhebt schwere Vorwürfe

Tokenlon unter Druck: ZachXBT erhebt schwere Vorwürfe

Bild erstellt mit ChatGPT

Der On-Chain-Ermittler ZachXBT hat die dezentrale Handelsplattform Tokenlon in einer Reihe von X-Posts scharf angegriffen und ihr vorgeworfen, in erheblichem Umfang Gelder aus schweren Betrugsdelikten abzuwickeln. Im Zentrum stehen dabei insbesondere sogenannte Pig-Butchering-Betrugsfälle, aber auch Hinweise auf Menschenhandel, Investmentbetrug und chinesische Schattenmärkte. Die Vorwürfe fallen in eine Phase, in der Tokenlon selbst auf X mit günstigen ETH/USDT-Swaps, MEV-Schutz und Selbstverwahrung wirbt.

ZachXBT greift Tokenlon wegen Geldflüssen an

ZachXBT, ein in der Krypto-Branche breit beachteter On-Chain-Analyst, formulierte seine Vorwürfe öffentlich und ungewöhnlich direkt. An den offiziellen X-Account von Tokenlon gerichtet schrieb er: „Warum stammt der Großteil eures Volumens aus Pig-Butchering, Menschenhandel, Investmentbetrug und chinesischen illegalen Marktplätzen?“ In demselben Beitrag fügte er hinzu: „Euer Mitgründer @beenhero verdient es, den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen. In Zukunft plane ich, Angriffe gegen Tokenlon und ImToken zu initiieren. Kriegsmodus.“

Die Aussagen gingen über eine allgemeine Kritik an fehlender Compliance hinaus. In einem weiteren X-Post nannte ZachXBT mehrere Plattformen, die aus seiner Sicht bei der Durchsetzung von Regeln priorisiert werden sollten. „Offshore-‚Big Boss‘-chinesische Börsen, Butter Network, HiFiSwap, Bridgers / SWFT, Tokenlon müssen wegen ihrer Verbrechen aggressiv ins Visier genommen werden“, schrieb er. Auf die Einordnung eines anderen Nutzers, wonach Tokenlon ein Erkennungsmerkmal für Pig-Butchering- und andere chinesische illegale Geldströme sei, antwortete er knapp: „Nur wenige verstehen das. In kleineren Compliance-Kreisen ist das derweil gut dokumentiert.“

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Debatte durch Reaktionen aus der Community. Ein Nutzer berichtete auf X: „Die Mutter meines Freundes wurde um 270 ETH betrogen, und die Betrüger schickten das ETH an Tokenlon.“ ZachXBT griff den Fall auf und schrieb: „Traurigerweise gibt es so viele ähnliche Geschichten von Opfern“, bevor er nachlegte: „Außerdem behaupten sie, dezentralisiert zu sein, obwohl sie es nicht sind.“ Diese Zuspitzung ist zentral, weil sie den Kern seiner Kritik markiert: Nicht nur die Herkunft der Mittel, sondern auch die Struktur von Tokenlon selbst steht im Fokus.

Vorwürfe zu Betrug, OTCs und fehlender Kontrolle

Die in den Beiträgen verlinkte forensische Analyse von Cryptoforensic beschreibt Pig-Butchering als ein groß angelegtes, arbeitsteilig organisiertes Betrugsschema, das oft aus Südostasien und besonders China heraus operiere. Dort heißt es: „Ein ‚Host‘ baut zunächst eine Beziehung und Vertrauen zu einem Opfer auf, bevor er es betrügt und dazu bringt, große Geldbeträge auf eine Online-Investmentplattform einzuzahlen.“ Weiter heißt es: „Sobald das Opfer größere Summen einzahlt, kann es das Geld nicht mehr abheben, und die Betrüger locken es mit immer neuen Vorwänden dazu, weiteres Geld nachzuschießen.“ Für den Krypto-Sektor ist relevant, dass diese Einzahlungen laut der Analyse häufig zunächst in BTC, ETH, USDC oder USDT erfolgen.

Cryptoforensic argumentiert zudem, dass die Täter die erhaltenen Mittel fast immer in USDT umwandeln. Wörtlich heißt es: „Wenn das Opfer BTC, ETH oder USDC sendet, tauschen die Betrüger die Gelder praktisch zu 100 Prozent über eine ‚dezentrale Börse‘ namens Tokenlon in USDT.“ Danach folge typischerweise ein weiterer Transfer über Zwischenwallets an asiatische OTC-Händler oder Broker. Die Analyse formuliert das so: „Sobald die Betrüger USDT haben, sehen wir typischerweise, dass die USDT durch einige Zwischenwallets fließen, die gewöhnlich von den Betrügern kontrolliert werden, und von dort meist an asiatische OTCs oder Broker gesendet werden.“ Damit verknüpft der Bericht Tokenlon direkt mit einem wiederkehrenden Muster der Geldwäsche im Umfeld von Romance- und Investmentbetrug.

Besonders weitreichend ist die Einschätzung zur Struktur von Tokenlon. Der Bericht bestreitet, dass die Plattform im klassischen Sinne wie Uniswap oder 1inch als echte DEX einzustufen sei. „Die günstigste Beschreibung wäre, Tokenlon als eine Art zentralisierten OTC-Desk zu sehen, der sich als dezentrale Börse tarnt“, heißt es dort. An anderer Stelle wird das noch klarer formuliert: „In vielen Fällen ist es noch gravierender: Tokenlon nimmt wissentlich illegale Gelder in Verwahrung, führt die vom Kunden angeforderte Transaktion aus und zahlt den Kunden sofort aus – und das alles ohne jede erkennbare Beachtung von Compliance- oder Geldwäschevorgaben.“ Als technischer Kernpunkt führt die Analyse unter anderem an, dass der BTC-zu-imBTC-Prozess nicht unveränderlich über Bitcoin-Smart-Contracts ablaufen könne und Tokenlon dabei Wallets, Minting und Datenhaltung zentral steuere.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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