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Sui bringt private Stablecoin-Transfers bald auf das Mainnet

Sui bringt private Stablecoin-Transfers bald auf das Mainnet

Bild erstellt mit ChatGPT

Sui bereitet die Einführung privater Transaktionen auf seiner Layer-1-Blockchain vor. Adeniyi Abiodun, Mitgründer und Chief Product Officer von Mysten Labs, dem Web3-Infrastrukturunternehmen hinter Sui, kündigte in einem am 22. Mai auf X veröffentlichten Video an, dass entsprechende Funktionen „sehr, sehr bald“ auf dem Mainnet starten sollen. Im Mittelpunkt steht zunächst der Schutz von Zahlungsdaten, ohne die Anforderungen von Börsen, Verwahrern und Prüfern vollständig auszublenden.

Sui will private Zahlungen auf die Blockchain bringen

Abiodun begründete den Schritt mit einem Grundproblem öffentlicher Blockchains: Die Transparenz, die On-Chain-Systeme verlässlich und überprüfbar macht, legt zugleich Transaktionshistorien offen, die Nutzer im traditionellen Finanzsystem nicht mit jedem Zahlungsempfänger teilen müssten. „Wenn man heute zu seiner Bank geht und eine Überweisung an einen Freund oder ein Familienmitglied tätigt, reicht die Bank nicht im Anschluss im Grunde die gesamte Lebensgeschichte oder die Bankunterlagen an den Empfänger weiter“, sagte Abiodun. „Genau dieses Problem haben wir heute bei Blockchains.“

Der Mysten-Manager stellte die neue Funktion als Versuch dar, selektive Privatsphäre in ein ansonsten transparentes Netzwerk einzubauen. „Blockchains geben einem eine enorme Transparenz, aber Transparenz ist manchmal nicht selektiv“, sagte er. „Traditionelle Finanzdienstleister lösen das, indem sie Verwahrer deiner Daten und Informationen sind und diese Informationen durch Regeln und Regulierung schützen. Leider brechen Blockchains diese Regel, indem sie dich dazu bringen, deine gesamte historische Transaktionsaktivität gegenüber jedem offenzulegen, mit dem du im Internet interagiert hast.“

Konkret sollen Sender und Empfänger einer Zahlung den Betrag sehen können, während die Öffentlichkeit keinen Einblick in die Transaktion oder die Kontostände erhält. Abiodun formulierte das Ziel als Standard für alltägliche Transfers: „Wenn du fünf Dollar an einen Freund in Namibia oder zwanzig Dollar an einen Freund in Kasachstan oder in irgendein anderes Land sendest, musst du dir nicht länger Sorgen machen, dass deine historische Transaktionsgeschichte dem gesamten Internet offengelegt wird. Nur Sender und Empfänger können den Betrag sehen, der gesendet oder empfangen wurde.“

Stablecoins zuerst, später Aktien und Krypto

Der Start soll zunächst Stablecoin-Transfers betreffen. Abiodun sagte, die Funktion sei bereits im Testnet erprobt worden und werde „sehr, sehr bald“ auf dem Mainnet eingeführt. „Wir starten mit Stablecoin-Transfers und erweitern das im Laufe der Zeit auf Aktien, Anleihen und sogar Krypto-Assets“, sagte er. „Wir wollen sicherstellen, dass dies Verbraucher schützt und es Nutzern gleichzeitig ermöglicht, sicher eine Off-Ramp zu nutzen.“

Ein zentraler Punkt der Ankündigung ist, dass Sui die Privatsphäre nicht als vollständige Abschottung gegenüber regulierten Marktteilnehmern positioniert. Abiodun grenzte den Ansatz ausdrücklich von bestehenden Privacy-Modellen ab, die aus seiner Sicht praktische Einschränkungen für Börsenanbindung, Zahlungsverkehr und Off-Ramps schaffen. „Das Wichtigste an Privatsphäre ist auch, dass es Privatsphäre ist, die aus regulatorischer Sicht funktioniert“, sagte er. „Traditionelle Privacy-Systeme, die heute im Internet existieren, erlauben es einem nicht, eine Off-Ramp zu besitzen, Zahlungen zu tätigen, und schon gar nicht, zu Börsen zu gehen, weil es Regeln rund um Transparenz und Analysen gibt, die erfüllt werden müssen.“

Nach Darstellung von Abiodun setzt Sui dafür auf kryptografische Verfahren, die Nutzerdaten schützen und zugleich bestimmte Nachweise ermöglichen sollen. „Wir konnten einige bemerkenswerte kryptografische Schemata schaffen, die Emittenten weiterhin dieselben Garantien geben, dass Nutzer mit Geld das Richtige tun, wie man sie mit bestehenden Privacy-Systemen einfach nicht bekommen kann“, sagte er. „Sender und Empfänger erhalten Privatsphäre für ihre Kontostände. Die Öffentlichkeit bekommt keinen Einblick in die abgewickelten Transaktionen, aber ein Prüfer kann bei Bedarf auf Anfrage weiterhin ein gewisses Maß an kryptografischer Bestätigung erhalten, dass Transaktionen stattgefunden haben.“

Für Sui ist die geplante Einführung privater Transaktionen ein Schritt in Richtung eines Zahlungs- und Asset-Systems, das On-Chain-Nutzbarkeit mit selektiver Offenlegung verbinden soll. Der erste Anwendungsfall sind Stablecoins, doch Mysten Labs sieht perspektivisch auch tokenisierte Aktien, Anleihen und Krypto-Assets als Zielbereich. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Privacy-Funktionen im Mainnet so umgesetzt werden, dass sie Nutzer schützen und zugleich von Börsen, Verwahrern und anderen regulierten Akteuren vom ersten Tag an integriert werden können.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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