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Ripple skizziert XRP Ledger-Roadmap: Privacy, ZK-Proofs und Layer-2s

Ripple skizziert XRP Ledger-Roadmap: Privacy, ZK-Proofs und L2s

Bild erstellt mit ChatGPT

RippleX arbeitet an einem Privacy-Upgrade für den XRP Ledger, das vertraulichere Zahlungen ermöglichen soll, ohne die Grundlogik des Netzwerks aufzugeben. Im Mittelpunkt stehen Zero-Knowledge-Technologien, vertrauliche Transfers für Multi-Purpose Tokens und eine Architektur, die Privacy, Auditierbarkeit und Performance miteinander verbinden soll. In Episode 25 von Krippenreiter TV erläuterte Aanchal Malhotra, Head of Research bei RippleX, wie das Forschungsteam diese Themen einordnet und welche technischen Grenzen auf dem XRPL berücksichtigt werden müssen.

RippleX treibt Privacy-Upgrade für XRPL vor

Aanchal Malhotra, Head of Research bei RippleX, beschreibt die Arbeit am XRP Ledger als langfristig angelegte Grundlagenarbeit. Ihr Team beschäftigt sich mit Kryptografie, Privacy, Konsens, Protokolldesign, Interoperabilität und DeFi. „Nachhaltige Wirkung entsteht nicht dadurch, dass man Hype hinterherläuft“, sagte Malhotra in dem Gespräch. „Sie entsteht durch Bauen, durch Fokus auf Sicherheit und auf die Grundlagen. Genau daran arbeiten wir.“

Der Privacy-Fokus ist dabei Teil einer breiteren Strategie, den XRPL für künftige Anforderungen vorzubereiten. Malhotra verwies auf kryptografische Primitive, Privacy-Grundlagen und Post-Quantum-Readiness. „Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, den XRP Ledger zukunftssicher zu machen“, sagte sie. „Wir denken darüber nach, ob die richtigen kryptografischen Bausteine vorhanden sind, ob die Privacy-Fundamente stimmen und ob wir für die Post-Quantum-Ära bereit sind.“

Gleichzeitig betonte Malhotra, dass RippleX die ursprünglichen Designentscheidungen des XRPL nicht als Altlast versteht. Der Ledger sei 2012 für schnelle, günstige und transparente Zahlungen konzipiert worden. „Die architektonischen Entscheidungen, die damals getroffen wurden, waren für diesen Zweck richtig“, sagte sie. „Man hätte damals nicht für kryptografische Primitive bauen sollen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existierten. Jetzt haben sich die Dinge weiterentwickelt, und wir befinden uns an einem anderen Punkt.“

ZK-Technik soll Zahlungen vertraulicher machen

Zero-Knowledge-Proofs sollen auf dem XRPL nicht als Selbstzweck eingeführt werden, sondern konkrete Funktionen ermöglichen. Malhotra erklärte das Prinzip anhand eines einfachen Beispiels: Wer eine Wohnung mieten wolle, müsse heute oft Kontoauszüge offenlegen und damit mehr Informationen preisgeben als nötig. „Zero-Knowledge-Proofs erlauben es, dieselbe Frage zu beantworten: Ja, ich habe genug Mittel“, sagte sie. „Und man kann das mathematisch beweisen, ohne irgendetwas anderes offenzulegen. Das ist die Stärke der Kryptografie.“

Für den XRPL geht es dabei vor allem um vertrauliche Transfers bei Multi-Purpose Tokens. Malhotra unterschied klar zwischen Privacy und vollständiger Undurchsichtigkeit. „Privacy ist nicht der Feind, Opazität ist es“, sagte sie. „Finanzsysteme brauchen Schutz für sensible Informationen, aber sie brauchen zugleich überprüfbare Regeln und unabhängige Auditierbarkeit.“ Bei vertraulichen MPTs sollen Beträge und Balances verborgen werden können, während die Gesamtmenge eines Tokens öffentlich überprüfbar bleibt. Auch Auditoren sollen Transaktionen unabhängig prüfen können, sofern entsprechende Schlüssel vorgesehen sind.

Technisch setzt RippleX für diesen spezifischen Anwendungsfall auf Bulletproofs, eine Form von Zero-Knowledge-Proofs. Der Grund liegt in ihren Eigenschaften: Sie benötigen kein Trusted Setup, sind für Range Proofs geeignet und gelten als gut erforscht. Malhotra machte aber deutlich, dass Bulletproofs nicht für alle ZK-Anwendungen passen. „Für diesen sehr spezifischen Use Case war Bulletproofs die richtige Wahl“, sagte sie. „Aber es gibt einen Trade-off: Sie sind nicht gut für General Purpose. Dort kommen SNARKs ins Spiel.“

SNARKs sind für RippleX vor allem deshalb relevant, weil sie kompakte Nachweise für komplexe Offchain-Berechnungen ermöglichen. „Die transformativere Eigenschaft von ZKPs ist die Kürze und die verifizierbare Berechnung“, erklärte Malhotra. „Man kann einen sehr kleinen Beweis für eine komplexe Offchain-Berechnung erzeugen und ihn anschließend effizient Onchain prüfen.“ Dadurch könnten Layer-2-ähnliche Architekturen entstehen, bei denen komplexe Ausführung außerhalb des Mainnets stattfindet, während der XRPL als Settlement- und Verifikationsschicht dient.

Gerade hier sieht Malhotra eine Möglichkeit, die Stärken des XRPL zu erhalten. Der Ledger schließt alle drei bis fünf Sekunden ein neues Ledger und ist auf niedrige Kosten ausgelegt. Teure Onchain-Berechnungen würden deshalb schlecht zur bestehenden Architektur passen. „Wenn man versucht, alles auf Layer 1 zu machen, vergrößert man die Angriffsfläche und verschlechtert die Performance“, sagte sie. „Layer 2 kann eine gute Antwort sein, wenn komplexe Teile ausgelagert und nur die Beweise auf Layer 1 geprüft werden.“

Die Integration bleibt jedoch anspruchsvoll. Der XRPL unterstützt klassische Signaturschemata wie secp256k1 und Ed25519, die für schnelle Zahlungen geeignet sind, aber nicht ideal für heutige ZK-Systeme. Auch bestehende Hash-Funktionen können in ZK-Circuits ineffizient sein. RippleX arbeitet deshalb an nativen Bausteinen, etwa vorkompilierten Operationen für pairing-freundliche Kurven, damit Entwickler ZK-Verifier effizienter bauen können. „Wir wollen nicht eine bestimmte Art von Verifier festschreiben“, sagte Malhotra. „Wir wollen die grundlegenden mathematischen Operationen bereitstellen, damit unterschiedliche Verifier darauf aufbauen können.“

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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