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Ripple-Managerin erklärt, warum Europa zur Schlüsselregion wird

Ripple-Managerin erklärt, warum Europa zur Schlüsselregion wird

Bild erstellt mit ChatGPT

Ripple richtet seine Europa-Strategie stärker auf regulierte Zahlungsinfrastruktur, Stablecoins und institutionelle Kunden aus. In der Podcast-Folge „Blockchain, stablecoins, and cross-border payments: Inside Ripple’s European expansion“ von What the FinTech? sprach Paul Hindle, Managing Editor bei FinTech Futures, mit Cassie Craddock, Managing Director für Großbritannien und Europa bei Ripple, über neue Lizenzen, die Rolle von RLUSD und die Nachfrage von Banken nach produktionsreifen Digital-Asset-Lösungen.

Ripple treibt Europa-Expansion mit Lizenzen vor

Ripple sieht die jüngsten regulatorischen Genehmigungen in Großbritannien und Luxemburg als zentralen Baustein für sein Europageschäft. Craddock verweist im Gespräch auf die E-Geld-Lizenz und die MLR-Registrierung in Großbritannien durch die FCA sowie auf die E-Geld-Lizenz in Luxemburg durch die CSSF. „Wir sind außerordentlich begeistert von unseren regulatorischen Zulassungen hier in Großbritannien und Europa“, sagte sie. „Wir haben bekannt gegeben, dass wir unsere E-Geld-Lizenz und unsere MLR-Registrierung in Großbritannien bei der FCA erhalten haben. Außerdem haben wir kürzlich bekannt gegeben, dass wir unsere E-Geld-Lizenz in Luxemburg vom CSSF-Regulator erhalten haben.“

Für Ripple sind diese Genehmigungen nicht nur formale Marktzugänge, sondern Teil einer längerfristigen Infrastrukturstrategie. Craddock ordnet die Entwicklung in die Unternehmensgeschichte seit 2012 ein, als Ripple begann, grenzüberschreitende Zahlungen schneller, transparenter und kosteneffizienter zu machen. „Unsere Kunden, unsere Banken, einige der größten Banken der Welt und Finanzinstitute, wollten die Vorteile der Technologie, aber sie wollten alle Komplexitäten abstrahiert haben“, sagte sie. „Sie wollten mit einem vertrauenswürdigen Berater zusammenarbeiten, einem Partner, auf den sie sich verlassen können, um Liquidität, Verwahrungstechnologie, Zahlungsinfrastruktur und all diese Vorteile für ihre Kunden in regulierter Weise bereitzustellen.“

Craddock zufolge verfügt Ripple inzwischen über 75 Lizenzen weltweit. In Europa soll dieser regulatorische Rahmen das Zahlungsangebot stützen und institutionellen Kunden ermöglichen, Blockchain- und Stablecoin-Infrastruktur ohne eigenen operativen Aufbau zu nutzen. „Für uns geht es darum, konforme, regulatorisch ausgerichtete Lösungen für unsere Kunden bereitzustellen, die genau das letztlich erwarten“, sagte Craddock. „Wir arbeiten mit den größten Finanzinstituten der Welt, und sie erwarten, dass ihr Partner dazu in der Lage ist.“ Die UK- und Europa-Region bleibt dabei ein wichtiger Standort: Ripple beschäftigt dort nach ihren Angaben mehr als 200 Mitarbeiter, betreibt in London das zweitgrößte Büro außerhalb des Hauptsitzes in San Francisco und baut zusätzlich Präsenzen in Luxemburg, Genf, Island und Irland aus.

Stablecoins werden zum Kern der Zahlungsstrategie

Stablecoins rücken bei Ripple stärker in den Mittelpunkt der Zahlungsstrategie. Craddock beschreibt Ripple dabei sowohl als Stablecoin-Emittenten als auch als Anbieter von Stablecoin-Rails über Ripple Payments. Der hauseigene USD-Stablecoin RLUSD wurde Ende 2024 eingeführt und hat nach ihren Angaben eine Marktkapitalisierung von 1,5 Milliarden US-Dollar. „Der Grund, warum wir diesen Stablecoin geschaffen haben, hatte mehrere Aspekte“, sagte sie. „Erstens wächst der Stablecoin-Markt schnell. Aber vor allem haben unsere Kunden danach gefragt.“ RLUSD sei als „compliance-first“ Stablecoin konzipiert und werde aus New York heraus als NYDFS-regulierter Stablecoin ausgegeben.

Der wichtigste Anwendungsfall bleibt für Ripple der internationale Zahlungsverkehr. Craddock verweist darauf, dass Stablecoin-basierte Zahlungen rund um die Uhr und an jedem Tag des Jahres abgewickelt werden können, was insbesondere bei Wochenenden, Feiertagen und Vorfinanzierungspflichten relevant ist. „Vor Stablecoins und vor der Partnerschaft mit Ripple hatten wir Angst vor Bankfeiertagen und Wochenenden, weil sie ihre Konten viele Tage im Voraus vorfinanzieren mussten, was für sie zu einer Liquiditätsherausforderung wurde“, zitierte sie einen langjährigen Kunden mit Zahlungsströmen auf die Philippinen. „Und wehe, es kam tatsächlich zu einem starken Anstieg der Kundennachfrage, der bedeutete, dass sie in diesem Markt keine Liquidität hatten.“ Ripple hat nach Craddocks Angaben bislang Zahlungen im Volumen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar verarbeitet.

Auch Banken zeigen laut Craddock deutlich mehr Interesse an Stablecoins als noch vor wenigen Jahren. Besonders in den vergangenen 24 Monaten habe sich der Fokus von Pilotprojekten hin zu echten Produktionsanwendungen verschoben. „Banken denken nicht mehr über Pilotprojekte nach“, sagte sie. „Sie denken über reale Produktionsanwendungsfälle nach und darüber, Nutzen zu schaffen.“ Als Beispiel nannte sie SocGen, mit der Ripple im Bereich Verwahrung zusammenarbeitet und die mit EURCV einen eigenen Stablecoin auf dem XRP Ledger ausgegeben hat. Über Zahlungen hinaus sieht Ripple Stablecoins auch als Infrastruktur für Tokenisierung, Repo-Anwendungen und den Zugang zu tokenisierten Instrumenten wie Anleihen oder Geldmarktfonds. Zugleich betonte Craddock, dass Interoperabilität entscheidend bleibe: „Kunden kümmern sich nicht wirklich darum, wie Geld bewegt wird und welche Technologie darunterliegt. Sie kümmern sich um die Erfahrung, die sie bekommen.“

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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