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Petro will Kolumbiens Karibikküste für Bitcoin-Mining öffnen

Petro will Kolumbiens Karibikküste für Bitcoin-Mining öffnen

Bild erstellt mit ChatGPT

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro bringt die Karibikküste seines Landes als möglichen Standort für Bitcoin-Mining ins Spiel. In einem X-Post vom 5. Mai verwies Petro auf ungenutzte saubere Energie, die Städte wie Santa Marta, Riohacha und Barranquilla für Mining-Infrastruktur nutzbar machen könnten. Für den Kryptomarkt ist der Vorstoß vor allem deshalb relevant, weil Petro das Modell explizit mit Paraguay und Venezuela vergleicht, wo überschüssige Energie als Standortvorteil für Mining diskutiert oder bereits eingesetzt wird.

Petro wirbt für Bitcoin-Mining an der Karibik

Petro verband seine Argumentation zunächst mit der Klimafrage. „Wenn virtuelle Währungen auf fossiler Energie beruhen, explodiert die Erderwärmung, und der Klimakollaps folgt“, schrieb der kolumbianische Präsident auf X. „Heute gelingt es Ländern mit reichlich eingeschlossener sauberer Energie, wie Venezuela und Paraguay, Investitionen in Bitcoin-Mining anzuziehen. Bitcoin-Mining ist die Methode, mit der eine Person mithilfe leistungsstarker Computer durch virtuelle Transaktionen Bitcoin ansammeln kann.“

Für Kolumbien nannte Petro konkret die Karibikstädte Santa Marta, Riohacha und Barranquilla. „Das könnte der Fall für Santa Marta, Riohacha und Barranquilla sein; Char wollte nicht, aber es wäre ein enormer Impuls für die Entwicklung der Karibik“, schrieb er weiter. Der politische Vorschlag zielt damit nicht nur auf Energieverwertung, sondern auch auf regionale Wirtschaftsentwicklung in einem Teil des Landes, der zugleich über erhebliches Potenzial bei Wind- und Solarenergie verfügt.

Der Bezug zu Paraguay ist für Miner und Investoren besonders naheliegend. Ein von Petro geteilter X-Thread beschrieb Paraguay als Beispiel für ein Land, das aus strukturellem Stromüberschuss eine Mining-Industrie aufgebaut hat. Darin heißt es: „Paraguay hat drei Staudämme. Itaipú am Paraná-Fluss hat eine Gesamtkapazität von 14.000 MW. Die Hälfte gehört Paraguay per Vertrag: 7.000 MW, die allein 86 Prozent der gesamten nationalen Stromnachfrage eines Landes mit 7 Millionen Einwohnern decken.“ Ergänzt werde dies durch Yacyretá mit weiteren 1.600 MW und Acaray mit 210 MW.

Saubere Energie soll Wayúu-Beteiligung stützen

Petro verknüpfte den Mining-Vorschlag ausdrücklich mit der Beteiligung der Wayúu, der größten indigenen Gemeinschaft Kolumbiens, die an der Karibikküste beheimatet ist. „Deshalb braucht es einen Dialog zwischen dem Präsidenten und der Wayúu-Gemeinschaft, damit sie Miteigentümer dieses Projekts sein können“, schrieb Petro. Damit rückt neben der Energiefrage auch die Eigentumsstruktur in den Mittelpunkt: Mining soll nach dieser Vorstellung nicht ausschließlich als externer Industriezweig entstehen, sondern lokale Beteiligung ermöglichen.

Kolumbien bringt dafür grundsätzlich eine starke Ausgangsposition mit. Ein Weltbankbericht aus dem Jahr 2024 bezifferte den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung des Landes auf bis zu 75 Prozent und damit auf mehr als das Doppelte des globalen Durchschnitts. Für die Karibikküste ist vor allem entscheidend, dass Wind- und Solarkapazitäten bislang nur begrenzt kommerziell erschlossen sind. Petros Argument lautet entsprechend: Ungenutzte saubere Energie könne produktiv gemacht werden, ohne die fossilen Emissionsprobleme zu verstärken, die Bitcoin-Mining in anderen Märkten begleiten.

Der Paraguay-Vergleich zeigt zugleich, dass günstiger Strom allein nicht dauerhaft genügt. Der geteilte Thread beschreibt, wie sich der dortige Markt professionalisiert hat: „Die Ära der einfachen Arbitrage in Paraguay ist vorbei. Der Tarif, der vor fünf Jahren bei 0,03 US-Dollar pro kWh lag, beträgt heute 0,051 US-Dollar pro kWh und bewegt sich in Richtung 0,06 US-Dollar pro kWh. Außerdem verlangt der staatliche Stromversorger ANDE inzwischen vor Betriebsbeginn eine Sicherheitsleistung in Höhe von drei Monaten Energiekosten.“ Für einen 40-MW-Betreiber seien das rund 4,5 Millionen US-Dollar, bevor überhaupt ein Block gemined werde.

Petros Vorstoß macht Kolumbien nicht automatisch zu einem neuen Mining-Hub, setzt aber ein klares politisches Signal: Die Regierung sieht in überschüssiger sauberer Energie an der Karibikküste eine mögliche Grundlage für Bitcoin-Mining, regionale Entwicklung und Beteiligung der Wayúu. Entscheidend wird sein, ob aus dem X-Post konkrete Rahmenbedingungen entstehen — etwa bei Netzanschlüssen, Tarifen, Genehmigungen, Eigentumsmodellen und rechtlicher Sicherheit für Kapitalgeber. Der Blick nach Paraguay zeigt, dass Mining-Infrastruktur dort skaliert, wo Energieüberschüsse, Verträge und lokale Umsetzung zusammenkommen.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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