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Frank Thelen verkauft alle Bitcoin und warnt vor Quantenrisiko

Frank Thelen verkauft alle Bitcoin und warnt vor Quantenrisiko

Bild erstellt mit ChatGPT

Frank Thelen, deutscher Tech-Investor und Unternehmer, hat seine Bitcoin-Positionen nach eigenen Angaben vollständig verkauft. In einem Gespräch mit Holger Zschäpitz, Wirtschafts- und Finanzjournalist sowie Betreiber des X-Accounts @Schuldensuehner, begründete Thelen den Schritt mit dem Risiko, dass Quantencomputer Bitcoin schneller als von vielen Marktteilnehmern erwartet angreifbar machen könnten. Später präzisierte er seine Sicht in einem längeren X-Post und ordnete die Entscheidung als Chance-Risiko-Abwägung ein.

Frank Thelen verkauft Bitcoins wegen Quantenrisiko

Thelen machte den Verkauf im Podcast-Gespräch vom 16. Mai ausdrücklich öffentlich. Auf die Frage von Zschäpitz erklärte er: „Jetzt quasi exklusiv: Wir haben sowohl in den Fonds als auch ich privat alle Bitcoins verkauft.“ Auf die Nachfrage nach dem Grund verwies Thelen unmittelbar auf technologische Entwicklungen im Bereich Quantencomputing und deren mögliche Folgen für Bitcoin.

Seine zentrale Sorge betrifft die kryptografische Grundlage von Bitcoin, insbesondere die Möglichkeit, dass leistungsfähige Quantencomputer künftig die verwendete Signatur-Kryptografie angreifen könnten. Thelen formulierte es im Podcast so: „Weil wir glauben, dass Quantencomputer sich so schnell entwickeln werden, dass in den nächsten drei Jahren möglicherweise die Quantencomputer und die Software so weit sind, dass sie möglicherweise das nicht mehr agil entwickelte System cracken werden. Und damit ist Bitcoin wertlos.“ Er ergänzte, bei mehr Zeit könne sich „hoffentlich sogar eine langsame Bitcoin-Community irgendwie entwickeln“.

Am 18. Mai reagierte Thelen auf X auf die öffentliche Zuspitzung seiner Aussagen. Dort schrieb er: „‚Frank Thelen verkauft seine Bitcoins‘ war das Fazit nach über 1,5 Stunden gutem Gespräch zu unserem AGI ETF mit Holger Zschäpitz. Ich ‚liebe‘ ja verkürzte Headlines, aber das gehört zum Biz, lieber Holger.“ Zugleich betonte er, dass seine Haltung zu Bitcoin nicht grundsätzlich ablehnend sei: „Bitcoin kann in den nächsten Wochen massiv steigen und ich wünsche allen viel Erfolg damit. Ich bleibe Bitcoin-Fan, es ist einfach ein großartiges und spannendes Konzept.“

Was hinter Thelens Warnung vor Quantencomputern steckt

In seiner X-Ergänzung führte Thelen aus, mehrere Fortschritte der vergangenen Monate hätten aus seiner Sicht die Gefahr für die „statische“ Bitcoin-Blockchain erhöht. Besonders hob er ein Paper von Google Quantum aus dem März 2026 hervor. Thelen schrieb: „Das prominenteste: Google Quantum hat im März 2026 ein Paper veröffentlicht, das die Ressourcen zum Brechen der Bitcoin-Kurve ECDSA deutlich nach unten korrigiert – grob um eine Größenordnung, auf wenige Hunderttausend Qubits. So eine Maschine existiert heute noch nicht, aber Märkte preisen zu Recht zukünftige Risiken.“

Der Kern seiner Argumentation liegt weniger in der unmittelbaren Existenz eines solchen Quantencomputers als in der Governance- und Anpassungsfähigkeit des Bitcoin-Protokolls. Thelen formulierte: „Bitcoin hat Unveränderlichkeit als ‚Feature‘ – die Community sieht genau das als Wert. Im Quanten-Fall wird es zur Schwäche.“ Zwar gebe es Post-Quantum-Pläne wie BIP-360, doch bezeichnete er diese als „unkonkret, unvollständig und tiefgreifend“. Eine Migration bräuchte nach seiner Darstellung „einen Fork und Konsens über rund 6,9 Millionen exponierte BTC“.

Als Kontrast nannte Thelen Ethereum, ohne das Risiko dort als gelöst darzustellen. Er schrieb: „Ethereum hat im Februar 2026 eine konkrete Post-Quantum-Roadmap vorgelegt. Auch dort braucht es mindestens einen Hard Fork – Account Abstraction ist für Hegotá in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgeschlagen, danach läuft die Migration pro Wallet opt-in.“ Sein Fazit: „‚Gelöst‘ ist es also nicht. Aber es gibt eine glaubwürdige Roadmap und eine Community, die bereit ist, tief am Protokoll zu arbeiten.“ Für Thelen war diese Differenz offenbar ausschlaggebend: „Ich habe für mich und unsere Fonds entschieden, dass es aktuell attraktivere Chance-Risiko-Investitionen gibt.“

Thelens Bitcoin-Verkauf ist damit weniger als kurzfristige Marktprognose zu verstehen, sondern als strategische Risikoreduktion mit Blick auf mögliche Quantenangriffe und die Fähigkeit von Netzwerken, darauf zu reagieren. Er schließt steigende Bitcoin-Kurse ausdrücklich nicht aus und bezeichnet sich weiterhin als Bitcoin-Fan. Entscheidend ist für ihn jedoch, dass das technologische Risiko und die aus seiner Sicht schwierige Protokollanpassung derzeit nicht mehr zum gewünschten Chance-Risiko-Profil passen.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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