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Ethereum Foundation vor Umbau: Vitalik setzt auf klarere Mission

Ethereum Foundation vor Umbau: Vitalik setzt auf klarere Mission

Bild erstellt mit ChatGPT

Vitalik Buterin, Mitgründer von Ethereum, hat in einem ausführlichen X-Beitrag seine Sicht auf die künftige Rolle der Ethereum Foundation umrissen. Im Zentrum steht eine bewusst engere, technisch fokussierte und langfristig angelegte EF, die nicht als „Zentrum von Ethereum“, sondern als ein spezialisierter Akteur innerhalb eines breiteren Ökosystems agieren soll. Buterin verbindet diese Neuausrichtung mit Fragen der Dezentralisierung, der finanziellen Begrenztheit der Stiftung und der technischen Differenzierung von Ethereum gegenüber anderen Blockchains.

Buterin grenzt Rolle der Ethereum Foundation ein

Buterin stellte gleich zu Beginn klar, dass seine Ausführungen seine persönliche Sicht auf die Entwicklung der Ethereum Foundation wiedergeben. Er verwies darauf, dass der Vorstand nicht allein aus ihm bestehe und er dort keine Sonderrechte gegenüber anderen Mitgliedern habe. „Der Vorstand bin nicht nur ich, und ich habe im Vorstand keine besonderen zusätzlichen Befugnisse, die andere Vorstandsmitglieder nicht haben“, schrieb Buterin. „@aerugoettinea führt einen großen Teil dieses Übergangs aus. Mein Input bezog sich größtenteils auf technische Fragen.“

Der Ethereum-Mitgründer betonte zugleich, dass sein eigener Einfluss innerhalb der Organisation weiter abnehmen solle. „Der Vorstand befindet sich im Prozess der Erweiterung, und meine eigene Macht innerhalb der Organisation wird weiter sinken, was ehrlich gesagt genau das ist, was ich will“, schrieb er. Diese Einordnung ist relevant, weil die Ethereum Foundation in Teilen des Marktes weiterhin als zentrale Instanz des Ethereum-Ökosystems wahrgenommen wird, obwohl Ethereum strukturell auf eine Vielzahl unabhängiger Entwickler, Teams, Unternehmen, Layer-2-Projekte und Community-Akteure verteilt ist.

Buterin beschrieb, dass die EF seit der „2025-Ära“ wichtige Fortschritte bei Effizienz und Umsetzung gemacht habe. Viele frühere Probleme seien gelöst worden, und die Organisation profitiere weiter von klareren Zielen. Gleichzeitig habe ihn eine andere Kritik zunehmend beschäftigt: „Ich sah regelmäßig Menschen Dinge sagen wie: Vitalik sagt diese schönen Dinge darüber, dass Ethereum dezentralisiert sein, Privatsphäre haben und eine Schutzraum-Technologie sein müsse, aber warum spiegeln die Handlungen der EF das nicht wider?“ Für Buterin ist diese Wahrnehmung offenbar ein zentraler Auslöser für die nun deutlichere Abgrenzung der Rolle der Stiftung.

EF soll kleiner, fokussierter und langlebiger werden

Buterin formulierte die künftige Rolle der Stiftung ausdrücklich nicht als Führungszentrum, sondern als zweckgebundenen Knoten im Netzwerk. „Die EF ist nicht das ‘Zentrum von Ethereum’, sondern ‘ein Knoten mit einem definierten Zweck neben anderen Knoten’“, schrieb er. „Wir haben immer gesagt, dass die EF Letzteres sein sollte, aber viele im Ethereum-Ökosystem, und sogar innerhalb der EF, wollten, dass wir Ersteres sind. Jetzt ergreifen wir Maßnahmen, um sicherzustellen, dass wir Letzteres sein werden.“

Ein wichtiger Grund dafür ist nach Buterins Darstellung die begrenzte finanzielle und organisatorische Kapazität der Foundation. Er bezifferte die ETH-Bestände der EF auf rund 0,16 Prozent aller ETH und stellte dem gegenüber, dass zentrale Stiftungen bei anderen Blockchains häufig 10 bis 50 Prozent hielten. „Fiskalisch war die EF ursprünglich dafür konzipiert, einen begrenzten Arbeitsumfang zu erfüllen, der in den Token-Sale-Dokumenten und anderen Vorabmaterialien definiert war“, schrieb Buterin. Dieser Auftrag habe den Aufbau der Chain-Software und die Meilensteine Frontier, Homestead, Metropolis und Serenity umfasst und sei 2022 vollständig abgeschlossen worden; die EF sei „nicht als ewiger Verwalter“ entworfen worden.

Aus dieser Begrenzung leitet Buterin eine strategische Priorität ab: Langlebigkeit vor Breite. Die EF wolle ihre verbleibenden Ressourcen auf Aktivitäten konzentrieren, die für Ethereum als zensur- und capture-resistentes, offenes, privates und sicheres System entscheidend seien und andernfalls nicht stattfinden würden. „Das bedeutet schwierige Entscheidungen“, schrieb er. „In manchen Fällen werden sogar Aktivitäten, die wir sehr gutheißen, und Menschen, die wir sehr respektieren, außerhalb der EF stehen.“ Zugleich machte er deutlich, dass genau dies notwendig sein könne, damit wichtige Aufgaben externes Kapital anziehen und nicht dauerhaft an die Stiftung gebunden bleiben.

Buterin verband die organisatorische Neuausrichtung mit einem technischen Anspruch. Ethereum müsse „beeindruckend“ sein, schrieb er, aber nicht primär durch maximale Geschwindigkeit. „Für manche bedeutet ‘beeindruckend’: 250 Millisekunden Latenz und eine Million Transaktionen pro Sekunde. Ich denke, dass Ethereum einen Fehler machen würde, wenn es diesen Weg einschlägt.“ Der Versuch, so schnell und skalierbar wie möglich zu sein und nur minimal dezentraler als andere Systeme, führe aus seiner Sicht in die Mittelmäßigkeit.

Stattdessen solle Ethereum besonders in der von ihm als CROPS beschriebenen Dimension herausragen: Zensur- und Capture-Resistenz, Offenheit, Privatsphäre und Sicherheit. Buterin nannte unter anderem formal verifizierbare, nachweislich fehlerfreie Ethereum-Komponenten, robusteren Konsens und eine Reduzierung von Intermediären beim Senden von Transaktionen als Prioritäten. „Die Tatsache, dass Smart-Contract-Wallets, Protokolle wie Railgun und andere Transaktionen über Intermediäre senden müssen, um onchain aufgenommen zu werden, ist ehrlich gesagt peinlich“, schrieb er. „Es ist ein ständiger Punkt der Fragilität.“

Auch den finanziellen Bezug zu ETH ordnete Buterin ein. Er bezeichnete ETH als das aus finanzieller Sicht wertvollste „Produkt“ der Ethereum-Blockchain und verwies darauf, dass Ethereum ETH im Wert von 250 Milliarden US-Dollar absichere. Zudem schrieb er, fast 90 Prozent seines Nettovermögens lägen in ETH; der Großteil des Rests bestehe aus rund 40 Millionen US-Dollar onchain gehaltenem Fiat, das bereits für Open-Source-Initiativen in Biotech, Software oder Hardware vorgesehen sei. Zugleich betonte er, dass manche notwendige Unterstützung für ETH als Asset außerhalb des Aufgabenbereichs der EF liege und andere Akteure einspringen müssten.

Buterins Skizze läuft auf eine Ethereum Foundation hinaus, die weniger breit agiert, stärker Position bezieht und ihre Ressourcen länger strecken will. „Die EF wird ein kleineres Schiff sein als in früheren Jahren, ein meinungsstärkeres – in manchen Fällen auf Arten, die schwer zu verstehen sein könnten –, aber ein langlebigeres“, schrieb er. Für das Ethereum-Ökosystem bedeutet diese Linie, dass mehr Verantwortung auf externe Teams, Investoren und Organisationen übergehen soll, während die EF vor allem dort eingreift, wo sie Ethereum technisch und kulturell als offenes, privates und widerstandsfähiges System absichern kann.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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