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CZ warnt: EU schneidet Nutzer von bester Krypto-Liquidität ab

CZ warnt: EU schneidet Nutzer von bester Krypto-Liquidität ab

Bild erstellt mit ChatGPT

Binance steht wenige Tage vor Ablauf der MiCA-Übergangsfrist ohne EU-weite CASP-Zulassung da. Nach dem Rückzug des Antrags in Griechenland wird der Fall zum bislang sichtbarsten Praxistest für das neue europäische Kryptoregelwerk. Changpeng Zhao, Mitgründer und ehemaliger CEO von Binance, kritisiert den Kurs der EU öffentlich — während Nutzer in mehreren Mitgliedstaaten bereits mit Einschränkungen rechnen müssen.

Binance vor MiCA-Frist: CZ kritisiert EU-Kurs

Binance hat am 24. Juni 2026 bestätigt, den MiCA-Antrag bei der griechischen Hellenic Capital Market Commission zurückgezogen zu haben. Stattdessen will die Börse eine Autorisierung in einem anderen EU-Mitgliedstaat verfolgen. Welcher Staat das sein soll, hat Binance offiziell nicht genannt; damit bleibt wenige Tage vor dem 1. Juli offen, über welche nationale Aufsicht die Plattform künftig EU-weites Passporting erreichen will.

Changpeng Zhao, auf X weiterhin unter dem Kürzel CZ präsent, stellte die regulatorische Entwicklung in einen direkten Zusammenhang mit Marktliquidität. In seinem Beitrag schrieb er: „Traurig zu sehen, dass die EU ihre Nutzer von der besten Liquidität der Welt abschneidet. Liquidität ist der beste Verbraucherschutz. Ich hoffe, dass sich die Dinge in Zukunft ändern.“ Die Aussage zielt auf einen zentralen Punkt für professionelle Marktteilnehmer: Je fragmentierter der Zugang zu großen Orderbüchern wird, desto stärker können sich Spreads, Ausführungskosten und Markttiefe verändern.

Reuters hatte bereits am 16. Juni berichtet, dass der griechische Antrag voraussichtlich scheitern werde. Binance hielt damals dagegen und verwies darauf, 18 Monate mit Regulatoren gearbeitet zu haben und nach eigener Einschätzung die MiCA-Anforderungen zu erfüllen. Später berichtete Reuters zudem über Widerstand in Griechenland, Irland und Lettland; genannt wurden Bedenken zu früheren Geldwäsche-Strafen, zur komplexen internationalen Unternehmensstruktur, zur Risikokultur und zum Hintergrund von Führungskräften. Binance verwies demgegenüber auf rund 1.500 Compliance-Mitarbeiter und interne Kontrollen.

Keine EU-Lizenz: Nutzer müssen mit Einschnitten rechnen

Regulatorisch ist die Lage klar: Ohne MiCA-Autorisierung in einem EU-Mitgliedstaat kann Binance ab dem 1. Juli 2026 kein EU-weites Passporting nutzen. Die ESMA-Linie sieht vor, dass Anbieter ohne Zulassung ihre EU-Aktivitäten einstellen beziehungsweise geordnet abwickeln müssen. Die französische AMF fasst die Erwartung der europäischen Aufsicht so zusammen: Nicht autorisierte Anbieter müssen Wind-down-Pläne umgesetzt haben, Kundengelder geordnet übertragen lassen und dürfen nicht einfach wie bisher operieren.

Auch die spanische CNMV erklärte am 26. Juni ausdrücklich, dass es keine Verlängerungen oder Ausnahmen für Plattformen ohne MiCA-Lizenz gebe. Nicht autorisierte Anbieter dürfen danach keine neuen Transaktionen für Kunden durchführen; erlaubt sind nur Schritte zur geordneten Reduzierung oder Übertragung bestehender Positionen. Für Nutzer ist damit weniger die Verwahrung der bestehenden Assets der zentrale Streitpunkt als der künftige Zugang zu regulären Handels- und Kryptodienstleistungen.

Binance betont in seiner Mitteilung, dass Kundengelder „sicher und geschützt“ bleiben und jederzeit zugänglich sein sollen. Zugleich können je nach Land und Account-Status einzelne Nutzer betroffen sein und direkt informiert werden. Euronews berichtet über Mitteilungen an Kunden in Frankreich, Italien, Polen und Spanien; in Frankreich soll die Binance-Einheit keine neuen Kunden mehr annehmen und ab dem 1. Juli keine Krypto-Asset-Dienste mehr anbieten können. Cinco Días berichtet zudem, dass in Spanien rund 500.000 Binance-Konten von der Unsicherheit betroffen sind, während die CNMV bis zum Ende der Übergangsphase etwa 20 MiCA-Lizenzen erwartet.

Für Binance wird die MiCA-Frist zum strategischen Engpass: Ohne genehmigten EU-Antrag bleibt der Zugang zum Binnenmarkt eingeschränkt, auch wenn die Börse eine neue Autorisierung in einem anderen Mitgliedstaat anstrebt. Für Nutzer zählt nun vor allem, welche Funktionen ab dem 1. Juli tatsächlich verfügbar bleiben, welche Positionen nur noch abgewickelt werden können und wann Binance ein neues Zielland für den MiCA-Antrag offiziell benennt.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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