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CryptoQuant warnt: Strategy sollte Bitcoin-Käufe vorerst pausieren

CryptoQuant warnt: Strategy sollte Bitcoin-Käufe vorerst pausieren

Bild erstellt mit ChatGPT

CryptoQuant fordert von Strategy eine strategische Pause bei weiteren Bitcoin-Käufen. Der Krypto-Datenanbieter argumentiert, dass die bisherige Akkumulationspolitik des Unternehmens unter den aktuellen Marktbedingungen weniger als Kurstreiber wirke, sondern zunehmend Liquidität binde. Im Fokus stehen dabei die geschrumpfte Cash-Reserve, deutlich gestiegene Dividendenverpflichtungen rund um STRC und die Frage, ob Michael Saylor, Mitgründer und Executive Chairman von Strategy, den Bitcoin-Treasury-Ansatz stärker an Risikomanagement und Timing ausrichten sollte.

CryptoQuant: Strategy soll Bitcoin-Käufe stoppen

Ki Young Ju, Gründer und CEO von CryptoQuant, stellte die Bitcoin-Käufe von Strategy in einem X-Beitrag grundsätzlich infrage. „Die BTC-Käufe von Strategy wirken hier eher wie ein Liquiditätsschwamm als wie ein Preiskatalysator. Das Unternehmen sollte Bitcoin-Käufe pausieren, Cash-Reserven wieder aufbauen und einen systematischen Rahmen für das Timing von Käufen einführen.“ Seine Einschätzung zielt nicht auf die langfristige Knappheit von Bitcoin, sondern auf die aktuelle Marktstruktur und die Frage, ob neue Nachfrage unter erhöhtem Verkaufsdruck überhaupt noch den gewünschten Effekt entfalten kann.

Ju verwies darauf, dass Bitcoins Realized Cap in den vergangenen zwei Jahren um 467 Milliarden US-Dollar gestiegen sei, während der Preis zugleich um 1 Prozent gefallen sei. „Selbst wenn Hunderte Milliarden an Kapital in den Markt fließen, passiert lediglich ein Eigentümerwechsel. Der Preis steigt nicht.“ In einem Umfeld mit geringer Verkaufsbereitschaft könne zusätzliche Nachfrage den Preis deutlich bewegen, schrieb Ju weiter; unter den aktuellen Bedingungen mit klar erhöhtem Verkaufsdruck könne sie jedoch kaum mehr leisten, als die Handelsspanne zu verteidigen.

Der CryptoQuant-CEO sieht darin auch ein zyklisches Problem. „Normalerweise setzen sich Bitcoin-Zyklen durch Crashs, Kapitulation, den Ausstieg schwacher Hände und die Akkumulation durch Wale zurück. Dieser Zyklus war bislang anders.“ Bitcoin bewege sich seit fast zwei Jahren in einer breiten Seitwärtsspanne, nicht stark genug für die Bestätigung eines neuen Bullenmarktes, aber auch nicht schwach genug für eine echte Kapitulation. Ju schrieb an Saylor gerichtet, Strategy solle Käufe pausieren, bis Cash-Reserven und Dividendendeckung wiederhergestellt seien, einen modellgetriebenen Kaufrahmen entwickeln und für den nächsten Bullenmarkt auch disziplinierte Teilverkäufe nahe zyklischer Hochs vorsehen. „Das wäre kein Trading. Es ist Risikomanagement.“

Cash-Reserve rückt nach STRC-Rückgang in Fokus

Auslöser der Debatte ist auch der starke Rückgang von STRC. In einem CryptoQuant-Report vom 23. Juni 2026 heißt es, STRC sei in der Vorwoche auf 82,50 US-Dollar gefallen und damit auf einen Rekordabschlag von 17,5 Prozent zum Nennwert von 100 US-Dollar. Gleichzeitig habe Strategy im Mai 0-Prozent-Convertible-Senior-Notes mit Fälligkeit 2029 im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar zurückgekauft, wodurch der Cash-Puffer für STRC-Dividenden deutlich reduziert worden sei. CryptoQuant fasste die Lage so zusammen: „Die annualisierten Dividendenverpflichtungen von Strategy haben sich nahezu vervierfacht und liegen bei 1,2 Milliarden US-Dollar, während die Cash-Reserve 2026 um 38 Prozent gefallen ist. Die Dividendendeckung ist von mehr als sieben Jahren auf nur noch 14 Monate eingebrochen.“

Julio Moreno, Head of Research bei CryptoQuant, widersprach der Lesart, der STRC-Rückgang sei vor allem durch liquidierte gehebelte Positionen ausgelöst worden. „Einige argumentieren, dass der Fall von STRC unter die Marke von 100 US-Dollar in erster Linie das Ergebnis liquidierter Leverage-Positionen war. Auch wenn das bis zu einem gewissen Grad zutreffen mag, glauben wir, dass die Korrektur weitgehend durch eine Verschlechterung der Fundamentaldaten von Strategy getrieben wurde, da die Cash-Deckung der STRC-Dividende auf den niedrigsten Stand seit Aufzeichnung gefallen ist.“ Als zentrale Faktoren nannte Moreno die Erschöpfung der US-Dollar-Cash-Reserve und einen vierfachen Anstieg der annualisierten STRC-Dividendenverpflichtungen im bisherigen Jahresverlauf 2026.

Der Report sieht einen groß angelegten Bitcoin-Verkauf zur Stabilisierung von STRC kurzfristig nicht als wahrscheinlich an. Strategy sei nicht verpflichtet, Bitcoin zu verkaufen, um den STRC-Preis zu stützen, und könne stattdessen die aktuelle Dividendenrendite von 11,5 Prozent erhöhen oder MSTR-Aktien ausgeben, um Zahlungsfähigkeit zu signalisieren. Dennoch beschreibt CryptoQuant den Weg zurück zum Nennwert als anspruchsvoll: „Eine Wiederaufstockung der Cash-Reserve auf rund 2,8 Milliarden US-Dollar, was 24 Monaten Deckung entspricht, ist eine notwendige Bedingung für eine Erholung von STRC.“ Zugleich biete der Bitcoin-Bestand nur begrenzten Notfallspielraum, da Strategy auf einem nicht realisierten Verlust von 10,6 Milliarden US-Dollar sitze und alle in den Jahren 2024, 2025 und 2026 gekauften Bitcoin-Positionen unter Wasser lägen. „Jeder erzwungene BTC-Verkauf zu aktuellen Preisen würde große Verluste realisieren und Shareholder Value zerstören.“

Die CryptoQuant-Analyse verschiebt die Debatte um Strategy von der reinen Bitcoin-Akkumulation hin zur Bilanzsteuerung. Im Zentrum steht nicht die Frage, ob Bitcoin langfristig knapp ist, sondern ob Strategy unter den aktuellen Marktbedingungen weiteres Kapital in BTC binden sollte, während Cash-Reserven sinken und STRC-Dividendenverpflichtungen steigen. Der von CryptoQuant skizzierte Kurswechsel würde bedeuten, Bitcoin-Käufe vorerst auszusetzen, die Liquiditätsposition zu stärken und künftige Käufe wie Verkäufe stärker an einem systematischen Risikorahmen auszurichten.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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