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CryptoQuant-CEO: Bitcoin-Crash könnte Machtwechsel markieren

CryptoQuant-CEO: Bitcoin-Crash könnte Machtwechsel markieren

Bild erstellt mit ChatGPT

Bitcoin steht nach Einschätzung von Ki Young Ju, CEO des On-Chain-Datenanbieters CryptoQuant, in einer tiefgreifenden Umverteilung seiner Eigentümerstruktur. In mehreren X-Beiträgen beschrieb er die aktuelle Marktphase, in der alte Bitcoin-Bestände von frühen Investoren und langjährigen Minern zunehmend an US-Finanzinstitutionen, ETF-Anleger und große Treasury-Käufer übergehen. Gleichzeitig verweisen die Daten auf ungewöhnlich starken Verkaufsdruck, obwohl ETFs und MSTR erhebliche Mengen BTC aufgenommen haben.

Bitcoin wandert von OGs zu Wall-Street-Käufern

Ki Young Ju ordnet den aktuellen Crash auf etwa 62.000 US-Dollar und die Verkäufe durch frühe Bitcoin-Investoren und langjährige Miner nicht als isoliertes Schwächesignal ein, sondern als Teil eines größeren Machtwechsels im Markt. „Ich glaube, dass die Verkäufe von Bitcoin-OGs und langjährigen Minern Teil eines großen Besitzerwechsels sind, bei dem Bitcoin an traditionelle US-Finanzinstitutionen, Investoren und ETFs übergeht“, schrieb der CryptoQuant-CEO auf X. „Deshalb widerspreche ich der Behauptung, dass Bitcoin nicht mehr gut laufen werde, sobald dieser Wechsel abgeschlossen ist und keine neue Liquidität mehr hereinkommt.“

Im Kern geht es für Ki Young Ju um die Frage, wer Bitcoin künftig hält und welche Liquiditätsbasis daraus entstehen kann. „Bei jedem Asset zählt am Ende, wer es hält. Wenn die heutigen Halter Akteure sind, die künftig noch größere Liquidität mobilisieren können, dann können wir meiner Ansicht nach jederzeit auf die nächste Rally blicken.“ Er verglich die Situation mit Aktienmärkten, wo sich Erwartungen ebenfalls verändern können, wenn sich die Struktur der Großaktionäre verschiebt: „Auch bei Unternehmen unterscheiden sich die Markterwartungen je nachdem, wer die Hauptaktionäre sind, oder? Ich glaube nicht, dass Bitcoin davon so verschieden ist.“

Die Kehrseite dieses institutionellen Übergangs sieht Ki Young Ju in einer möglichen Verwässerung der ursprünglichen Bitcoin-Ideale. „Ehrlich gesagt denke ich, dass Investoren aus traditionellen Finanzinstitutionen mit Blick auf steigende Vermögenswerte sogar eine stärkere Nachfragebasis liefern könnten als Bitcoin-OGs. Natürlich könnten in diesem Prozess einige der Cypherpunk-Werte verwässert werden. Das bedauere ich wirklich.“ Dennoch bleibt seine Markteinschätzung konstruktiv: „Ich glaube weiterhin, dass es für Bitcoin definitiv einen weiteren Aufwärtszyklus geben wird. Als Investor glaube ich weiter an Bitcoin und denke, dass es sich lohnt, noch etwas länger zu warten.“

Verkaufsdruck trifft auf ETF- und MSTR-Nachfrage

Die On-Chain-Daten zeigen zugleich, dass der aktuelle Markt nicht einfach durch fehlende institutionelle Nachfrage erklärt werden kann. Ki Young Ju schrieb, Bitcoin notiere auf demselben Preisniveau wie vor zwei Jahren, doch die Zusammensetzung der Halter habe sich deutlich verändert. „Die Kohorte mit einer Haltedauer von sechs Monaten bis zwei Jahren, die in diesem Zyklus eingestiegen ist, hält inzwischen 53 Prozent der realisierten Marktkapitalisierung, nach 15 Prozent vor zwei Jahren. Im letzten Zyklus bildete Bitcoin den Boden, als dieser Wert 68 Prozent erreichte.“ Daraus folgerte er: „Kurzfristige Halter entwickeln sich zu langfristigen Haltern.“

Besonders auffällig ist der Umfang der absorbierten Coins. Nach Angaben von Ki Young Ju liegt die durchschnittliche Kostenbasis der Bitcoin-Investoren bei rund 53.000 US-Dollar. Historisch seien Bärenmärkte erst geendet, nachdem der Preis unter den realisierten Preis gefallen sei; dieses Niveau hielt er wegen institutioneller Zuflüsse und der geringen Verkäufe von MSTR zunächst für schwer erreichbar. Zugleich schrieb er: „Seit Januar 2023 hat MSTR 711.206 BTC gekauft und nur 32 BTC verkauft, wodurch 711.174 BTC aus dem Umlauf genommen wurden.“ Seit März 2024, als Bitcoin ebenfalls bei rund 63.000 US-Dollar notierte, hätten ETFs 509.102 BTC absorbiert und MSTR weitere 650.706 BTC gekauft. Zusammen seien damit 1.240.808 BTC aufgenommen worden, während der Preis wieder auf dasselbe Niveau zurückgekehrt sei.

Ki Young Ju setzte diese Größenordnung in Relation zu den verfügbaren Beständen: Die Börsenreserven lägen bei rund 2,7 Millionen BTC, während Satoshis Bestand auf etwa eine Million BTC geschätzt werde. „Mehr BTC als Satoshis Bestand, fast die Hälfte der Börsenreserven, wurde absorbiert, und der Preis ist trotzdem wieder auf demselben Niveau“, schrieb er. Julio Moreno, Head of Research bei CryptoQuant, ergänzte auf X, die Gesamtnachfrage nach Bitcoin aus spekulativen und Spot-Strömen schrumpfe monatlich um 232.000 BTC. „Die laufende Preiskorrektur hängt vollständig mit den Nachfragebedingungen bei Bitcoin zusammen und hat nichts mit Aktien, Öl oder Makro zu tun“, schrieb Moreno. „Es ist besser, auf Daten zu achten, die direkt mit Bitcoin zusammenhängen.“

Die aktuelle Marktphase verbindet zwei gegenläufige Signale: Einerseits nehmen ETFs und MSTR enorme Mengen Bitcoin auf, andererseits reicht diese Nachfrage bislang nicht aus, um den Verkaufsdruck sichtbar zu neutralisieren. Für Ki Young Ju spricht vieles für einen strukturellen Besitzerwechsel von frühen Haltern und Minern hin zu institutionellen Käufern. Ob daraus der nächste Aufwärtszyklus entsteht, hängt nach der vorliegenden Einschätzung weniger von klassischen Makrofaktoren ab als von der weiteren Entwicklung der direkten Bitcoin-Nachfrage.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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