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Cardano-Gründer Hoskinson unter Druck wegen neuer ADA-Vorwürfe

Cardano-Gründer Hoskinson unter Druck wegen neuer ADA-Vorwürfe

Bild erstellt mit ChatGPT

Neue Dokumentenfunde und On-Chain-Auswertungen bringen die frühe Cardano-Struktur erneut in den Fokus. Im Zentrum stehen Fragen zur früheren Cardano-Stiftung auf der Isle of Man, zur Rolle einzelner Beteiligter während der ICO-Phase und zu ADA-Transaktionsspuren, die nach einer neuen Analyse näher an IOG-Staking-Pools heranführen als bisher dargestellt.

Neue Fragen zur Cardano-Stiftung auf Isle of Man

Thomas Braziel, ein auf notleidende Forderungen und Krypto-Insolvenzclaims spezialisierter Investor, veröffentlichte auf X eine Reihe von Beiträgen zu frühen Isle-of-Man-Unterlagen rund um die ursprüngliche Cardano-Foundation-Struktur. Braziel schrieb:

„Ich habe den größten Teil des gestrigen Tages damit verbracht, die ursprünglichen Isle-of-Man-Filings zur frühesten Struktur der Cardano Foundation zusammenzutragen. So wohlwollend und dokumentenbasiert wie möglich betrachtet, scheinen die Unterlagen zu zeigen, dass die ursprüngliche Isle-of-Man-Stiftung Charles Hoskinson, Jeremy Wood, Ken Kodama und einen Corporate-Services-Anbieter einbezog.“

Die Identität des Gründers sowie des sogenannten Enforcers sei in öffentlichen Unterlagen teils geschwärzt gewesen; spätere Einreichungen zeigten nach Braziels Darstellung jedoch Charles Hoskinson, Mitgründer von Cardano und CEO von Input Output Global, in der Rolle des „Enforcer“.

Braziel hob hervor, dass diese Rolle im Recht der Isle of Man nicht nur symbolisch sei. Er formulierte es so: „Was ist ein ‘Enforcer’? Nach dem Stiftungsrecht der Isle of Man ist ein Enforcer nicht bloß ein Beobachter. Die Rolle existiert, um sicherzustellen, dass der Stiftungsrat im Einklang mit den Zwecken und Gründungsdokumenten der Stiftung handelt.“ In einfachen Worten sei der Enforcer „eine der zentralen Aufsichtspositionen innerhalb der Struktur“. Für Cardano ist diese Frage deshalb sensibel, weil der ADA-Voucher-Verkauf im September 2015 begann, während die Schweizer Cardano Foundation erst im September 2016 gegründet wurde. Braziel verweist darauf, dass damalige Verkaufsbedingungen und Risikohinweise wiederholt die „Foundation“ als emittierende oder unterstützende Einheit genannt hätten; zu diesem Zeitpunkt sei die Isle-of-Man-Stiftung die relevante Cardano-Stiftung gewesen.

Ein weiterer Punkt betrifft historische Angaben der Cardano Foundation selbst. Braziel schrieb: „Das ist keine Spekulation. Die eigenen historischen Materialien der Schweizer Cardano Foundation verweisen auf eine frühere Vorgänger-Stiftung auf der Isle of Man und zeigen, dass sie ungefähr 1.090 BTC erhalten hat.“ Daraus leitet er Governance-Fragen ab: Welche Rechte und Pflichten bestanden zwischen ADA-Voucher-Käufern und der Isle-of-Man-Einheit? Was geschah mit den rund 1.090 BTC, nachdem die Isle-of-Man-Stiftung im Dezember 2025 aufgelöst wurde? Braziel betonte ausdrücklich: „Ich erhebe keinen Vorwurf eines Fehlverhaltens. Ich bitte um Dokumentation. Wer kontrollierte die Isle-of-Man-Stiftung? Was wurde aus den etwa 1.090 BTC? Wie wurden die Entwicklungsvereinbarungen verhandelt? Und welche Governance-Schutzmechanismen bestanden für ADA-Käufer?“

ADA-Spuren führen näher an IOG-Staking-Pools

Parallel dazu veröffentlichte Masato Alexander, ein NFT-Künstler und NFT-Creator, der bereits zuvor öffentlich Vorwürfe im Zusammenhang mit Cardano-ADA-Vouchern gegen Charles Hoskinson erhoben hatte, eine neue On-Chain-Auswertung. Alexander hatte früher behauptet, Hoskinson habe während des Allegra-Hard-Forks 2021 Cardano-„Genesis Keys“ genutzt, um alte ICO- beziehungsweise Voucher-bezogene UTxOs zu verändern oder zu „sweepen“, wobei rund 318 Millionen ADA in Cardano-Reserven oder Treasury-Strukturen verschoben worden seien. Hoskinson wies diese Darstellung zurück und erklärte, IOG habe sich nicht hunderte Millionen unbeanspruchter ADA selbst zugewiesen.

Ein späterer Cardano-Redemption-Transparenzbericht kam zu dem Ergebnis, die Anschuldigungen hätten „keine Grundlage“; laut diesem Bericht wurden 99,2 Prozent der Voucher, die 99,7 Prozent der über das Voucher-Programm verkauften ADA repräsentierten, eingelöst. Nach Ende der Byron-Ära-On-Chain-Einlösung blieben demnach 390 Voucher über 318 Millionen ADA uneingelöst und wurden in die Reserve überführt, während ein nachgelagerter Einlösungsprozess weiterlief.

In seiner neuen Analyse konzentriert sich Alexander auf Transaktionspfade und Staking-Pool-Spuren. Er schrieb auf X: „IOG hatte jedoch eine größere On-Chain-Spur als nur ihre Genesis-UTxO; sie betrieben über die Jahre eine Reihe von Stake Pools.

Jeder Pool benötigt einen Owner und verpfändete ADA.“ Nach Alexanders Darstellung führen sowohl eine Zahlung über 925 Millionen ADA als auch neun Zahlungen über jeweils 20 Millionen ADA zu einem näheren gemeinsamen Vorfahren als die Genesis-ADA von IOG. Er formulierte: „Es stellt sich heraus, dass sowohl die 925 Millionen als auch die neun 20-Millionen-Zahlungen einen näheren gemeinsamen Vorfahren haben als IOGs Genesis-ADA. Das reduziert die Zahl der Zwischenstationen zwischen IOG und diesen Transaktionen von ungefähr 40 auf etwa eine bis sieben Transaktionen.“ Diese Pfade würden rund 21 der 64-Millionen-ADA-Pledges aus privaten IOG-Pools zusammenführen.

Alexander stellte dazu eine eigene Website mit Bericht, Hop-by-Hop-Trace, interaktivem Flow-Graph und Rohkennungen bereit, die nach seiner Darstellung mit Cardanoscan verlinkt sind. Er schrieb: „Seht euch den vollständigen Bericht, die Schritt-für-Schritt-Nachverfolgung, den interaktiven Flow-Graph und jede einzelne Rohkennung an; alles ist kopierbar und tief mit Cardanoscan verlinkt.“ Zugleich rahmte Alexander seine Arbeit als datengetriebene Rekonstruktion: „Dies ist der bestmögliche Versuch, nachzuvollziehen, was On-Chain passiert ist; zieht eure eigenen Schlüsse. Wenn ihr Fehler in den Daten oder der Methodik findet, meldet euch bitte, dann werde ich es aktualisieren.“ Er ergänzte außerdem, es könne sein, dass ein ursprünglicher Poster IOHK-Mitgründer Jeremy Wood mit Gavin Wood verwechselt habe, da beide denselben Nachnamen tragen.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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