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Cardano-Gründer stellt Midnight Passport in Miami vor

Cardano-Gründer stellt Midnight Passport in Miami vor

Bild erstellt mit ChatGPT

Charles Hoskinson, Mitgründer von Ethereum und Gründer von Cardano, hat auf der Consensus 2026 in Miami das Konzept von „Midnight Passport“ vorgestellt. In seiner Keynote am Mittwoch rahmte er das Projekt als Antwort auf eines der aus seiner Sicht zentralen Probleme der Kryptoindustrie: Die Branche habe zwar technische Werte wie Self-Custody, Dezentralisierung und digitale Souveränität etabliert, sei für Milliarden potenzieller Nutzer aber weiterhin zu kompliziert und riskant zu bedienen.

Hoskinson präsentiert Midnight Passport in Miami

Hoskinson eröffnete seinen Auftritt mit einem Rückblick auf Miami als wichtigen Ort der Krypto-Geschichte. „Ethereum haben wir tatsächlich hier in Miami gestartet, im Januar 2014, ganz am Anfang. Der Rest ist Geschichte“, sagte er. Die Industrie sei trotz zahlreicher Krisen weiterhin präsent: „Wir sind nicht tot, wir sind nicht im Gefängnis. Der Präsident mag es. Also müssen wir irgendetwas richtig gemacht haben.“

Der Kern seiner Keynote war jedoch nicht Nostalgie, sondern Nutzerfreundlichkeit. Hoskinson beschrieb den heutigen Krypto-Einstieg als Abfolge von Wallet-Download, Seed-Phrase-Sicherung, Exchange-Onboarding, Compliance-Prüfung, Bankverknüpfung, Auszahlungsfristen und anschließendem DeFi-Risiko. „Das ist die Nutzererfahrung im Jahr 2026. Ergibt das für euch irgendeinen Sinn? Ist das ein Produkt, das ihr benutzen wollt?“, fragte er. Web2-Anwendungen hätten dagegen Milliarden Nutzer, weil Installation, Wiederherstellung und Nutzung weitgehend nahtlos funktionierten.

Midnight Passport soll diese Lücke schließen, ohne die Grundwerte der Branche aufzugeben. Hoskinson beschrieb das Framework als Bündel aus Wallet-Abstraktion, Identität, Recovery und Privacy. „Was wäre, wenn man all diese Komponenten, all diese verschiedenen Dinge, in ein einziges Framework zusammenrollen könnte? Wir nennen das Midnight Passport.“ Der Einstieg solle über einen QR-Code auf dem Smartphone erfolgen, während die Schlüssel in der Trusted Execution Environment des Geräts verbleiben und ein Recovery-Service parallel eingerichtet wird.

Fokus auf Privacy, Identität und Wallet-Abstraktion

Ein Schwerpunkt der Präsentation lag auf der These, dass Abstraktion ohne Datenschutz zu einem neuen Abhängigkeitsproblem führt. Hoskinson sagte: „Wenn man Dinge abstrahiert, delegiert man an Menschen. Man vertraut Menschen. Man gibt ihnen etwas, damit sie es irgendwo anders in deinem Namen tun.“ Der Preis dafür sei, dass Dienstleister potenziell wüssten, was Nutzer kaufen, wo sie sich befinden, welche Präferenzen sie haben und welche personenbezogenen Informationen sie preisgeben.

Als Gegenmodell skizzierte er clientseitige Verschlüsselung, Self-Sovereign Identity und selektive Offenlegung. „Du solltest die Wurzel deiner Identität besitzen. Und dann schafft man eine Ökonomie rund um die Verifizierung von Berechtigungsnachweisen.“ Midnight Passport soll nach seiner Darstellung DIDs für selbstsouveräne Identität erzeugen, Wallet-Credentials für verschiedene Wallets bereitstellen und Namensdienste wie Ethereum Name Service oder einen künftigen Midnight Name Service anbinden. Statt an lange Adressen zu senden, solle ein Nutzer perspektivisch etwa an „Charles at Midnight“ senden können.

Hoskinson betonte den Multi-Chain-Ansatz ausdrücklich. „Durch Multi-Chain-Signaturen und diese anderen Dinge kannst du damit eine Bitcoin-Wallet erstellen. Du kannst eine Ethereum-Wallet erstellen. Du kannst eine Solana-Wallet erstellen, eine XRP-Wallet erstellen.“ Entscheidend sei für ihn nicht, welches Netzwerk Nutzer bevorzugten, sondern dass sie Kontrolle über Vermögenswerte, Identität und Daten behalten. Zugleich verwies er auf Arbeiten mit Partnern, ein entstehendes Ökosystem sowie Aktivitäten unter dem Dach der Linux Foundation Decentralized Trust, unter anderem mit Nightstream und Post-Quantum-Bezügen.

Hoskinson stellte Midnight Passport damit als Infrastrukturbaustein für eine Krypto-Nutzung dar, die einfacher werden soll, ohne vollständig in Verwahrung, Plattformabhängigkeit oder Datenoffenlegung zurückzufallen. Er verband das Thema außerdem mit der kommenden Nutzung durch KI-Agenten: „Diese Midnight-Passport-Idee ist nicht nur ein Pass für Menschen. Wir bauen gleichzeitig Pässe für Agenten.“ Für die Branche formulierte er den Anspruch entsprechend breit: „Ich will alle in ein System bringen, in dem sie Self-Custody haben, ihre eigene Identität besitzen, ihre eigene Wallet besitzen und Privacy haben. Und wenn sie das haben, ist mir egal, wer gewinnt, denn dann haben wir alle gewonnen.“

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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