Charles Hoskinson, CEO von Input Output und Mitgründer von Cardano, hat die jüngsten KI-Experimente des Unternehmens auf X verteidigt. In einem Video reagierte er auf Kritik aus Teilen der Cardano-Community, nachdem über den offiziellen Input-Output-Account ein KI-generierter Influencer im Kontext von Midnight City veröffentlicht worden war.
Hoskinson verteidigt KI-Tests bei Input Output
Hoskinson stellte die Veröffentlichung in den größeren Zusammenhang einer veränderten Kommunikationsstrategie bei Input Output. Früher seien Beiträge des offiziellen Accounts durch mehrere interne Ebenen, einschließlich Rechtsprüfung, gegangen. Das habe den Kanal aus seiner Sicht zwar kontrolliert, aber auch „steril, fade und sehr langweilig“ gemacht. Inzwischen sei das Team deutlich verkleinert worden und arbeite schneller: „Wir haben diese Kontrollen abgeschafft und das Team auf ungefähr zwei Personen reduziert. Dieser Account teilt die gesamte PR und Medienarbeit für die Ventures, an denen wir arbeiten.“
Der konkrete Auslöser war ein KI-Video, das für Midnight City über den Input-Output-Account ausgespielt wurde. Hoskinson sagte, das Midnight-City-Team habe zuvor Probleme mit X gehabt, weil der eigene Account mehrfach ohne klare Begründung wegen angeblicher „Impersonation“ gesperrt worden sei. Deshalb sei der IO-Account als Ausweichkanal genutzt worden. „Das geschah in gutem Glauben, um einige interessante neue Dinge und die Möglichkeiten dieser Dinge zu zeigen. Offensichtlich wurde es sehr negativ aufgenommen, und viele Leute schienen zu glauben, das sei ein Angriff auf die KOLs von Cardano.“
Hoskinson wies diese Interpretation zurück und betonte, Input Output wolle weder Cardano-Influencer ersetzen noch deren Arbeit abwerten. Zugleich machte er deutlich, dass nicht jeder Tweet von ihm persönlich geprüft werde. „Nicht alles, was heutzutage getwittert wird, landet auf meinem Schreibtisch. Das passiert selten. Ich habe den Menschen unter mir die Befugnis gegeben, schnell zu handeln und Dinge auszuprobieren.“ Wenn etwas nicht funktioniere, müsse das Team pivotieren, statt bestraft zu werden. Das sei aus seiner Sicht notwendig, wenn Input Output nicht nur Infrastruktur entwickle, sondern auch kommerzielle Produkte und Ventures aufbauen wolle.
Warum Midnight City auf Agenten und KI setzt
Für Midnight City beschrieb Hoskinson KI-Agenten, digitale Zwillinge und automatisierte Kommunikationsformen als zentrale Bausteine des Projekts. Er verwies auf Programme und Experimente rund um Nyx, Omega Claw, Open Claw, Hermes sowie eigene Tests mit Voice-Cloning-Technologien wie Diffusion Gemma und Qwen 3 TTS. Die geplante Skalierung sei der entscheidende Punkt: „Wenn Midnight City erfolgreich ist, wird es innerhalb der nächsten zwölf Monate Hunderttausende, wenn nicht Millionen Nutzer haben. Wir können kein Community-Management- oder Medienkommunikationsteam haben, das linear mit der Bevölkerung der Nutzer skaliert.“
Die Rolle von KI sieht Hoskinson daher nicht nur im Marketing, sondern in der Struktur des Produkts selbst. Midnight City solle Informationen „agentisch“ bündeln und verteilen, während Nutzer mit Agenten interagieren. Zwei Kennzahlen stellte er besonders heraus: Watchability und Empathy. „Watchability beschreibt, wie neuartig und interessant die Spielwelt ist. Je neuartiger und interessanter sie ist, desto mehr Menschen beschäftigen sich passiv und aktiv mit ihr, was die Kosten der Nutzergewinnung senkt.“ Empathy wiederum beschreibe, wie lebensecht, verständlich und emotional anschlussfähig Agenten für Nutzer seien; höhere Empathie solle die Abwanderung senken.
Gleichzeitig verband Hoskinson die KI-Experimente mit Midnight und Midnight Passport. Angesichts immer realistischerer Stimmen-, Video- und Identitätsklone werde ein überprüfbarer Nachweis menschlicher Identität und menschlich erzeugter Inhalte wichtiger. „Ich würde schätzen, dass diese Technologie in etwa zwölf bis 24 Monaten eine lebensechte, nahezu perfekte Kopie der Stimme einer Person erzeugen kann. Auf der Denkseite wird man, wenn ein ausreichend fortgeschrittener Persönlichkeitskorpus vorhanden ist, das Gefühl haben, mit einer echten Person zu sprechen.“ Daraus leite sich für ihn ein Kernnutzen von Midnight Passport ab: selektive Offenlegung, Identitätsnachweise und Schutz vor skalierbarer Impersonation.
Hoskinson bat die Cardano-Community, die KI-Veröffentlichung nicht als feindliche Geste gegenüber bestehenden Akteuren zu verstehen. „Wir versuchen nicht, die KOLs von Cardano zu ersetzen. Wir schätzen sie. Wir halten sie für wichtig.“ Input Output werde dennoch weiter experimentieren, auch wenn nicht jeder Versuch auf Zustimmung stoße. Für Hoskinson ist diese Geschwindigkeit Teil des Übergangs von einer vor allem forschungs- und infrastrukturlastigen Organisation hin zu einem Unternehmen, das auch verbrauchernahe Produkte wie Midnight City kommerzialisieren will.
KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

