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Blockfrost stellt Cayley-Indexing für Cardano vor

Blockfrost stellt Cayley-Indexing für Cardano vor

Bild erstellt mit ChatGPT

Blockfrost will mit dem neuen Projekt Cayley den Datenzugriff auf Cardano auf eine breitere, kostengünstigere und stärker dezentrale Basis stellen. Das geht aus einer von Input Output Group auf X verbreiteten Vorstellung sowie aus dem zugehörigen Proposal hervor. Im Zentrum steht eine neue Indexierungsarchitektur, die laut Blockfrost nicht mehr voraussetzt, dass jeder Anbieter die gesamte Blockchain verarbeitet. Stattdessen sollen Betreiber nur jene Datenausschnitte indexieren, die sie tatsächlich bedienen wollen. Vor dem Hintergrund des geplanten Cardano-Scaling-Upgrades Leios ist das für Entwickler und Infrastrukturbetreiber relevant, weil mit höherem Durchsatz auch Speicher-, Rechen- und Betriebskosten steigen dürften.

Blockfrost startet Cayley für Cardano-Daten

Input Output Group schrieb auf X, das Team von Blockfrost stelle mit Project Cayley „eine dezentrale Indexierungsschicht für Cardano“ vor. In dem Beitrag wird das Konzept als „slice-based indexing“ beschrieben, also als ein Modell, bei dem nur die jeweils benötigten Teile der Chain indexiert werden. Außerdem verweist der Post auf niedrigere Infrastrukturkosten, mehr Beteiligung von Operatoren und ein modulares Multi-Chain-Design, das auch Bitcoin einschließt.

In dem von Blockfrost veröffentlichten Video erläutert Beatrice Anihiri, Community- und Marketing-Verantwortliche bei Blockfrost, die Ausgangslage so: „Wenn man heute Blockchain-Daten auf Cardano bereitstellen will, muss man die gesamte Chain indexieren. Das funktioniert im Moment, aber Cardano bereitet sich auf Leios vor, ein großes Skalierungs-Upgrade, das die Datenmenge auf der Chain massiv erhöhen wird.“ Für Entwickler und Node-Betreiber bedeute das „mehr Speicher, mehr Rechenleistung und mehr Kosten, nur um weiter das zu tun, was sie ohnehin schon tun“.

An dieser Stelle setzt Cayley an. Anihiri sagte: „Wir bauen Cayley als neue dezentrale Indexierungsarchitektur, bei der Betreiber nicht mehr die gesamte Chain indexieren müssen, sondern auswählen können, welche Ausschnitte sie indexieren wollen.“ Ein solcher Ausschnitt könne „alles sein: die letzten sechs Monate an Blöcken, die jüngsten Blöcke aus den letzten drei Epochen, eine bestimmte Cardano-Ära wie Shelley, Goguen oder Voltaire oder ein bestimmter Datensatz wie eine Policy ID“. Für Entwickler solle sich laut Blockfrost an der Nutzung wenig ändern: „API, SDK und die Antworten bleiben gleich. Was sich ändert, sind die Kosten.“

Dezentrale Indexierung soll Leios standhalten

Das Proposal begründet den Schritt ausdrücklich mit den erwarteten Lasten unter Leios. Dort heißt es, mit steigender Cardano-Skalierung würden „die Kosten für die Indexierung des gesamten Blockchain-Datensatzes wachsen“. Bei den projizierten Durchsatzwerten könne „ein einzelner Full-Chain-Indexer mit einem monatlichen Wachstum im Terabyte-Bereich und Infrastrukturkosten konfrontiert sein, die sich Jahr für Jahr vervielfachen“. Konkrete externe Lasttests oder unabhängige Kostenschätzungen nennt das vorliegende Material allerdings nicht.

Blockfrost verweist zugleich auf seine heutige Stellung im Ökosystem. Laut Proposal bedient das Unternehmen „ungefähr 90 Prozent des gesamten Free-Tier-API-Traffics auf Cardano“ und sei damit de facto die Datenzugriffsschicht für einen erheblichen Teil der Entwickler und Anwendungen im Netzwerk. Daraus leitet das Team die Notwendigkeit ab, diese Infrastruktur „nachhaltig, dezentralisiert und bereit für das Ausmaß zu machen, das Leios mit sich bringen wird“. Ergänzend beantragt Blockfrost aus der Treasury ₳7.916.667. Das Proposal umfasst neben Cayley auch eine operative Subvention für den laufenden Gratiszugang, inklusive 24/7-Incident-Response, Wartung, Entwickler-Support und einer zugesagten Verfügbarkeit von 99,9 Prozent.

Anihiri formuliert die Zielsetzung im Proposal so: „Wir haben die Kosten der Free-Tier-Infrastruktur über Jahre selbst getragen, weil wir überzeugt sind, dass offener Zugang zu Blockchain-Daten ein öffentliches Gut ist. Mit diesem Vorschlag bitten wir die Treasury, diese Verantwortung mitzutragen, während wir die dezentrale Architektur bauen, die die Frage, wer zahlt, letztlich irrelevant macht.“ Auch Ken-Erik Ølmheim, den Blockfrost als Node Operator zitiert, verknüpft das Modell mit realer Nachfrage: „Was Cayley für IceBreakers bringt, ist die Möglichkeit, relevant zu sein. Statt dass jeder Node gleich aussieht und nur über Verfügbarkeit konkurriert, kann jeder von uns etwas betreiben, das auf echte Nachfrage zugeschnitten ist.“ Als erwartete Meilensteine nennt das Proposal ein MVP des Mandoline-Indexers mit erster Cardano-Unterstützung bis Q2 2026, eine GraphQL-Schicht in Q3 2026 und eine Bitcoin-Erweiterung neben Cardano in Q4 2026.

Für Cardano ist die Ankündigung vor allem eine Infrastrukturmeldung mit strategischer Reichweite. Sollte das Modell wie beschrieben funktionieren, könnte Cayley den Datenzugriff unter höherem Netzwerkdurchsatz verteilen, zusätzliche Operatoren einbinden und Blockfrosts Rolle über Cardano hinaus in Richtung einer kettenübergreifenden Datendrehscheibe ausbauen. Ob die Treasury den beantragten Betrag bewilligt und ob die technischen Ziele im genannten Zeitrahmen erreicht werden, bleibt nach derzeitigem Stand offen.

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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