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Bitmine-Chef Tom Lee: Ethereum tritt in die Ära nach der Foundation ein

Bitmine-Chef Tom Lee: Ethereum tritt in die Ära nach der Foundation ein

Bild erstellt mit ChatGPT

Tom Lee, Chairman von BitMine, sieht Ethereum an einem Punkt, an dem die Finanzierungslogik des Ökosystems neu austariert wird. In einer Präsentation auf der Proof of Talk Conference in Paris am 2. Juni argumentierte Lee, dass Ethereum-Treasurys künftig eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Grants, öffentlicher Infrastruktur und Koordination übernehmen könnten, während die Ethereum Foundation ihren Aufgabenbereich stärker fokussiert.

Tom Lee: Ethereum-Treasurys werden neue Stütze

Tom Lee stellte seine These vor dem Hintergrund einer deutlich veränderten Eigentümerstruktur dar. Die Ethereum Foundation habe früher einen wesentlich größeren Anteil am ETH-Angebot gehalten, sagte er. „Die Ethereum Foundation hält nicht mehr so viel Ethereum wie früher. Sie hielt einmal 17 Prozent des Angebots. Bis 2020 war diese Zahl auf 1 Prozent gefallen.“ Heute besitze die Foundation nach Lees Angaben nur noch 100.000 ETH, also rund 0,1 Prozent des Angebots.

Diese Größenordnung sei für die klassische Stiftungsfinanzierung begrenzt, argumentierte Lee. Bei einem von ihm angenommenen Wert von rund 200 Millionen US-Dollar und einem typischen Stiftungsmodell von 5 Prozent jährlichem Ertrag ergäben sich nur etwa 10 Millionen US-Dollar, die für Grants eingesetzt werden könnten. „Das ist nicht viel Ethereum“, sagte Lee. „Und wenn man vom üblichen Stiftungsmodell ausgeht, bei dem man von 5 Prozent Rendite lebt, kann sie nur etwa 10 Millionen US-Dollar an Fördermitteln unterstützen.“

An dieser Stelle rückt Lee die öffentlichen Ethereum-Treasurys in den Mittelpunkt. Er nannte BitMine, Sharplink und weitere Akteure, die zusammen inzwischen 7 Prozent des ETH-Angebots hielten. „Wenn Sie Buchhalter sind, wissen Sie, was Treasury Stock ist. Treasury Stock ist im Grunde Angebot, das dauerhaft aus dem Ökosystem herausgenommen wird. Aber wir besitzen auch den Ertrag.“ Dieser Ertrag liege derzeit bei etwa 3 Prozent; daraus entstünden laut Lee rund 500 Millionen US-Dollar pro Jahr an Rewards, die für Finanzierung und Grants im Krypto-Ökosystem genutzt werden könnten.

Warum Treasury-Erträge das Ökosystem tragen sollen

Lee verknüpfte seine Treasury-These mit einer breiteren Einschätzung zur Rolle von Foundations in reiferen Netzwerken. Vor 2024 hätten Stiftungen wichtige Funktionen übernommen: Sie finanzierten öffentliche Güter, stellten rechtliche und operative Infrastruktur bereit, koordinierten das Ökosystem, schützten Neutralität und halfen, Adoption aufzubauen. „Das waren wirklich wichtige Funktionen“, sagte Lee. „Aber das ergab Sinn, als wir uns in einer DeFi-Welt befanden. Ich denke, jetzt sind wir im Jahr 2026, und in dieser Welt muss sich die Rolle einer Foundation weiterentwickeln.“

Für Ethereum bedeute das aus seiner Sicht nicht, dass die Foundation irrelevant werde. Lee beschrieb vielmehr eine engere, stärker fokussierte Rolle: langfristige Forschung, Standards, Best Practices, Koordination mit dem Privatsektor und öffentliche Repräsentation des Netzwerks. „Sie wollen weiterhin langfristige Forschung betreuen, richtig? Quantenresistenz, Privatsphäre, die Frage, wie diese Blockchain relevant bleibt. Sie wollen private Sektorinitiativen koordinieren. Das ist wirklich wichtig.“ Zugleich solle eine solche Struktur nach seiner Darstellung die Dezentralisierung stärken.

Zur Begründung verwies Lee auf die Größe und Reife von Ethereum. Das Netzwerk habe einen Wert von rund 240 Milliarden US-Dollar, laufe seit elf Jahren ohne einen einzigen Tag Ausfallzeit, verfüge über 11.500 Nodes in 89 Ländern und zähle 15.000 Entwickler. „Ich denke, das ist zu groß, um von einer einzigen Foundation koordiniert zu werden“, sagte Lee. Als Vergleich nannte er Branchenorganisationen wie die CTIA im Mobilfunk, die Semiconductor Industry Association und den World Semiconductor Council in der Halbleiterindustrie sowie die National Association of Broadcasters. Ethereum habe bereits „das Gerüst“ für eine solche post-2026-Struktur: private Unternehmen, L2-Projekte, mögliche Spin-outs aus der Foundation und Treasury-Akteure, die aus Rewards Fördermittel bereitstellen könnten.

Lees zentrale Aussage ist weniger ein Abgesang auf die Ethereum Foundation als eine Verschiebung der Lasten im Ökosystem. Die Foundation soll nach seiner Darstellung stärker fokussiert werden, während Ethereum-Treasurys über ihre Bestände und laufenden Erträge neue Finanzierungskapazitäten bereitstellen. „Wenn Sie mich nach meiner Meinung fragen, denke ich, Ethereum ist in guten Händen, weil die Foundation stärker wird, indem sie fokussiert bleibt“, sagte Lee. „Wir haben viele Unternehmen aus dem Privatsektor, die bereits Produkte und wichtige L2s auf Ethereum bauen, und natürlich sind die Treasurys hier, um bei Finanzierung und Grants zu helfen.“

KI-Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Systems auf Basis der angegebenen Quellen vorbereitet und vor der Veröffentlichung redaktionell durch einen menschlichen Editor geprüft, bearbeitet und freigegeben. Alle Zitate, Daten und Tatsachenbehauptungen sollen aus den genannten Quellen stammen; dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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