Bermuda will zentrale Zahlungs- und Finanzdienstleistungen auf die Stellar-Blockchain verlagern und damit den nächsten Schritt in Richtung einer vollständig onchain organisierten Volkswirtschaft gehen. Die Regierung des Inselstaats und die Stellar Development Foundation stellten die Initiative am 12. Mai 2026 als ersten operativen Meilenstein nach der Ankündigung beim World Economic Forum im Januar vor, Bermuda zur weltweit ersten vollständig onchain nationalen Wirtschaft entwickeln zu wollen.
Bermuda setzt mit Stellar auf die Onchain-Ökonomie
Die Initiative knüpft an Bermudas bestehende Regulierung für digitale Vermögenswerte an. Mit dem Digital Asset Business Act von 2018 gehört der Inselstaat zu den frühen Jurisdiktionen mit einem umfassenden Regelwerk für Digital-Asset-Geschäfte. Nun sollen Stellar-Wallets und ein großes globales Netzwerk für Cash-On- und Off-Ramps die praktische Infrastruktur liefern, damit Bürger, Händler, Finanzinstitute und staatliche Stellen digitale Vermögenswerte im Alltag nutzen können.
The Hon. E. David Burt, JP, MP, Premier von Bermuda, stellte den Schritt in direkten Zusammenhang mit den bestehenden Schwächen der lokalen Zahlungsinfrastruktur. „Das Fehlen von Mobile-Money-Anwendungen und die Abhängigkeit von veralteter Zahlungsinfrastruktur haben dazu geführt, dass Bermuder hohe Gebühren für die Zahlungsabwicklung zahlen und zusätzliche Chancen für wirtschaftliches Wachstum gebremst wurden“, sagte Burt. „Die Nutzung digitaler Dollars kann das ändern, und die Fähigkeit des Stellar-Netzwerks, Initiativen des öffentlichen Sektors zu unterstützen, macht es möglich, dies verantwortungsvoll und in dem Umfang umzusetzen, den Bermuda benötigt.“
Konkret sollen Einwohner Bermudas künftig, soweit verfügbar, Löhne empfangen, lokale Händler bezahlen, staatliche Gebühren begleichen sowie digitale Vermögenswerte halten, senden und empfangen können. Die Regierung sieht digitale Assets dabei nicht als Nischeninfrastruktur, sondern als Grundlage für alltägliche Transaktionen zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden. In der Mitteilung heißt es entsprechend, Bermudas Vision sei eine Wirtschaft, in der digitale Vermögenswerte „kein paralleles System für Enthusiasten“ seien, sondern die Finanzinfrastruktur für den täglichen Zahlungsverkehr.
Stablecoin-Zahlungen sollen Gebühren senken
Ein zentrales Motiv der Initiative sind die Kosten des bestehenden Zahlungsverkehrs. Lokale Händler zahlen derzeit 3 bis 5 Prozent pro Kartentransaktion, während die effektiven Kosten der Zahlungsabwicklung in einigen Kategorien bis zu 10 Prozent erreichen können. Der Einsatz digitaler Assets und entsprechender Infrastruktur soll dazu beitragen, mehr von diesem wirtschaftlichen Wert auf der Insel zu halten. Regierungsstellen sollen Stablecoin-basierte Zahlungen pilotieren, während auch Auszahlungen im Zusammenhang mit Sozialleistungen über digitale Assets abgewickelt werden könnten.
Denelle Dixon, CEO und Executive Director der Stellar Development Foundation, positionierte Stellar als Netzwerk für regulierte Onchain-Anwendungen. „Stellar wurde gezielt dafür entwickelt, das globale Finanzsystem zu verschlanken und nahtlos miteinander zu verbinden“, sagte Dixon. „Es liefert dauerhaftes Transaktionsvolumen, Zuverlässigkeit auf Enterprise-Niveau über Finanzanwendungen im großen Maßstab hinweg und ist das Netzwerk für regulierte Onchain-Assets.“
Neben Zahlungen sollen auch Finanzinstitute Tokenisierungswerkzeuge integrieren können, während landesweite Programme zur digitalen Bildung die Nutzung in der Bevölkerung unterstützen sollen. Die Stellar Development Foundation verweist zudem auf internationale Anwendungen des Netzwerks, darunter das ENRA-Programm der Republik Marshallinseln, das im Dezember 2025 die erste landesweite Onchain-Auszahlung eines universellen Grundeinkommens über USDM1 umgesetzt habe. Dixon sagte weiter: „Bermuda hat zusammengebracht, was den meisten Jurisdiktionen nicht gelingt: regulatorische Klarheit, ein abgestimmtes Ökosystem und eine Regierung, die bereit ist, voranzugehen. Die Stellar Development Foundation ist stolz darauf, mit Bermuda zusammenzuarbeiten, um die Vision einer vollständig onchain organisierten Wirtschaft zu verwirklichen.“
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